Being Boiled

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Platten sind ne interessante Angelegenheit. Obsolete Plastikscheiben die irgendwie Faszination ausüben, eine Nadel die Staub vor sich herschiebt, ein großes klobiges Gerät, dass immer mit absoluter Vorsicht bewegt und behandelt werden will. Bei ALEX Berlin gibt es einen DJ Tisch, zwei Plattenspieler und zwei CD Spieler mit Plattentellern, damit man auch bei ner CD scratchen kann. Um das Ding zu verstehen wollte ich mir von meinem Vater ein oder zwei Platten ausleihen. Er hat mir unter anderem Being Boiled von The Human League in die Hand gedrückt. Ein faszinierendes Stück Musik.

Here’s Looking At You, Kid

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The Gaslight Anthem sind irgendwann auf meinem Rechner gelandet, weil ich mir von einem guten Freund Musik gezogen hab. Wie man das halt so macht.
The ’59 Sound war der erste Song den ich von der Band aus Jersey hören durfte. Irgendwann war ich dann bei einem Konzert in der Columbia Halle, Chuck Ragan war Vorband, und hatte die Zeit meines Lebens. „Angry Johnny & the Radio’s“ Mosh Pit wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben und alle die es nicht wissen wollten, mussten hören wie toll dieser Moment war in dem alle zusammen gerannt sind.
Dann habe ich Sink or Swim für mich entdeckt, ein wenig Zeit mit American Slang verbracht, Handwritten am ersten Tag in den USA gekauft und Get Hurt beinahe gar nicht mitbekommen. Live waren sie trotzdem immer großartig, ob im Ramones Museum oder wieder in der Columbia Halle. Das vorerst letzte Konzert der Band in Berlin habe ich verpennt.
Da ist jedoch dieser eine Song. Ganz am Ende von The ’59 Sound, der irgendwann ganz anders zu mir gesprochen hat. „Here’s looking at you Kid“ ist voller Wärme, Trauer und einer guten Ladung Wahrheit.

Die ersten fünf All You Can Eat Sendungen

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#5

Ich kann mich nicht mehr an den Namen des Hospitanten erinnern, der einen Tag da war und danach nie wieder erschienen ist. Aber er hat mir einen Floh ins Ohr gesetzt. Ich habe damals noch ziemlich lange Interviews gemacht und mich immer drüber geärgert, dass am Ende so viel gekürzt werden muss. Er hat glaube ich noch nicht mal viel dazu gesagt, ich hab ihm einfach davon erzählt und dabei ist dann eine Idee für meine eigene Sendung entstanden.

Es ging mir darum den langen Interviews Platz zu geben. Einen Großteile eines Interviews in einer Sendung zu spielen, dazu Musik und dann noch ein bisschen von dem was mir sonst noch vor die Flinte springt.

Den Piloten finde ich leider nicht mehr. Ich werde noch mal suchen, aber die Sendung mit einem Interview mit Montreal scheint im Äther verschwunden zu sein. Die Nummer 1 lief dann etwas später. Das Interview mit Callin Tommy war ein echter Akt. Hin und her ging es da und meine Superkraft immer viel zu früh da zu sein, hat mir auch in diesem Fall einen echten Tritt in den Hintern verpasst.

All You Can Eat #01 – PREMIERE! Und ein Interview mit Callin‘ Tommy! by Ayceberlin on Mixcloud

Für die zweite Sendung habe ich Snævar von Dad Rocks im Ackerstadtpalast interviewt. Hier habe ich eine wertvolle Lektion gelernt, die mich immer noch begleitet und die ich immer wieder aufs Neue lernen muss.

Interviews NACH einem Konzert sind nicht ideal und generell zu vermeiden.

Warum? Weil Bands einen vergessen. Ich bin nicht Noisey oder sowas. Eine Stunde zu warten ist da schon mal drin. Und eben weil ich nicht Noisey bin, kann ich auch keinen Druck ausüben oder auf das Interview beharren. Wie auch immer Snævar ist ein verdammt angenehmer und cooler Typ, den ich immer wieder gerne treffe.

All You Can Eat #2 – Dad Rocks! and SPOT – 01.05.2013 by Ayceberlin on Mixcloud

Die nächsten beiden Sendungen drehten sich um das SPOT Festival. Ich war dieses Jahr zum dritten Mal bei dem dänischen Showcase Festival in Aarhus. Damals war ich maßlos überfordert und verdammt aufgeregt. Und es war super cool. Da waren eine Menge cooler Menschen die mich nicht haben untergehen lassen. Und die Konzerte und Interviews waren generell eine echte Freude.

All You Can Eat #3 – SPOT13 – Interviews mit Penny Police und Boho Dancer by Ayceberlin on Mixcloud

Penny Police macht immer noch Gänsehautmusik, Paper Tigers waren erst vor kurzem in Berlin, Boho Dancer’s Ida macht inzwischen alleine Musik und Point Blank sind verschwunden. Ihr Album Ears to the Concrete ist genial.

All You Can Eat #4 – SPOT13 – Interviews mit Point Blank und Paper Tigers by Ayceberlin on Mixcloud

Für die fünfte Sendung habe ich nicht nur das erste Poster gemacht, der Beginn einer Tradition die bis heute anhält, sondern auch den unglaublich freundlichen Einar Stray interviewt. Das Einar Stray Orchestra erfreut sich inzwischen angenehmer Berühmtheit und das Konzert war wirklich etwas ganz besonderes.

All You Can Eat #05 – Ein Interview mit Einar Stray by Ayceberlin on Mixcloud

Das waren sie, die ersten fünf All You Can Eat Sendungen. Sie liefen im Zeitraum vom 17.4.13 bis zum 26.6.13. Die nächsten Fünf kommen nächste Woche.

All You Can Eat #60 & #61 – Antonio Gram, Black Horse, See Through Dresses & The Hotelier

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Juni war ein spannender Monat. Mitte des Jahres und dann doch so schnell wieder vorbei. Juni ist der Monat der Fete La Musique und bis jetzt mit der Monat der wenigsten Konzerte für mich.
Dafür gab es zwei voll gepackte Shows!

3.6. – All You Can Eat #60 – Interviews mit Black Horse & Antonio Gram

Die zweite Sendung über das SPOT Festival. Inhaltlich die beiden Interviews vom SPOT die mir besser gelungen sind als die anderen beiden. Das Antonio Gram Interview hab ich sogar abgetippt. Das Black Horse Interview wurde „damals“ gefilmt. Vielleicht kommt da bald was.

AYCE #60: AYCE goes SPOT15 – Interviews mit Antonio Gram & Black Horse by Ayceberlin on Mixcloud

19.9. – All You Can Eat #61 – Interviews mit See Through Dresses & The Hotelier

See Through Dresses war relativ spontan und sehr angenehm. Das The Hotelier Interview ist gut geworden, aber da hätte noch mehr passieren können. Der Tag war eh strange. Wer ein Festival veranstaltet, dass länger geht als 6 Stunden, sollte für Essen sorgen. Ich hatte also schon etwas getrunken aber noch nichts gegessen. Die Shows auf dem Pirate Sattelite Festival waren trotzdem fantastisch.

All You Can Eat #61 – Interviews mit See Through Dresses & The Hotelier by Alexradio on Mixcloud

Fazit:
Der Monat hat mir Interview und Konzerttechnisch einen Traum erfüllt. Das mit The Hotelier war schon erste Sahne. Mit den Sendungen per se bin ich zufrieden. Die Poster sind auch gut geworden. Was mir nicht passt ist die Verwertung meinerseits. Da geht mehr. Interviews abtippen hat nur einen schlechten Ruf, eigentlich reine recht schmerzfreie und fixe Angelegenheit.

Aber der Juli wird gut. Ein Interview bis jetzt geplant. Eine Sendung mit Musik, mal wieder ganz viel spielen, was sonst unter geht. Rock on.

SPOT Festival 2015 Interview: Antonio Gram

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Schön warm wars in Aarhus am frühen Samstag Vormittag. Mit einem unglaublich leckeren Sandwich in der Hand sind Esben Valloe und ich vom Double Rainbow zu einem gemütlichen Fleckchen gelaufen und haben gegessen. Zwischendurch haben wir uns über sein neues Projekt Antonio Gram unterhalten.

Ihr könnt das Interview entweder lesen oder hören. Wie ihr wollt. Live könnt ihr Antonio Gram am 11.Juni im Magnet erleben. Und ich kann euch mit vollem ernst sagen, dass es sich lohnt. Ich bin nicht der größte Fan von elektronischer Tanszmusik, aber jede Band die einen Drummer am Start hat, der gut abgeht und am Ende sogar Spoken Word Einlagen bringt hat gewonnen. Also, hingehen.

AYCE @ SPOT FEST 2015 – Full Interview with Antonio Gram by Ayceberlin on Mixcloud

Who are you and what do you do?
Short and concise, Antonio Gram is me Esben Valloe. And it is electronic music.

Where does that name come from, Antonio Gram, and when did you start putting that out on the map?
Actually I didn’t tell this in any interview before, but Antonio Gram’s first song was a techno remix of Speed Dance, the song I did with the band I left really recently. Antonio Gram is a guy who doesn’t limit himself by the constraints around him. That’s my role model for this project. Antonio Gram is my role model. I am Esben Valloe, but when I make music I try to be Antonio Gram.

No limits, no boundaries?
There is no limits in Antonio Gram.

Sounds a bit like Fight Club. You don’t talk about Fight Club. Antonio Gram has no limits. Is there rules to Antonio Gram, aside from no limits?
There is one rule and it’s this: Try to make the best of the situation you are in and try to be the version of yourself that you would rather like to be.

Why do you need a different name for that? Why don’t you make music as Esben?
Because Esben can be a really talented musician, but he can also be really hungover, depressed or having a fight with his girlfriend. And Antonio Gram is my role model for being the version of myself that I am most proud of.

Do you think the two are gonna get close and end up as the same thing? Does Antonio Gram still have faults?
Antonio Gram is very honest and of course he can have trouble on stage like any other musician. There is always a flip side isn’t there? And the name is back from this Italian author and philosopher who was jailed by the fascists in the thirties. Antonio Gramsci, is very inspiring to me. Because he sort of revolutionized the revolutionary thoughts of the left wing side of politics. And he did that from within a prison.

Is Antonio Gram you breaking out of a prison?
Yeah definitely, there are prisons everywhere, especially when you are on tour with a band. A prison can be the backseat of a tour bus and a prison can be an airport where the plane is delayed. I mean it sounds kind of banal, but in fact it is not because we are always limited by thinking that „I am not happy because I don’t have a girlfriend, I am not happy because I didn’t go do exercise the last two months and I didn’t have time to exercise because I am in this and that situation bla bla bla“ There are constraints and limitations everywhere and when we become victims to these limitations we become less powerful in a way. And Antonio Gramsci, when he was put in prison, started writing and became even more productive by the constraints around him. And that’s what I want to do to myself with this project. That’s kind of the development I am aiming for.

So Antonio Gram is playing electronic music? And that is as I have read a passion of yours?
It is very much where I come from musically. Since the nineties I have been listening to electronic music, since I was a kid actually.

What got you started?
Actually I have a guilty pleasure for early Euro Dance, so the first electronic music I had in my CD-Collection, as a eleven year old, was Sash’s “It’s my Life”, it is the album with Ecuador and all the others.

Why don’t you make Euro Dance Music now?
I do make Euro Dance, but it is spiced up with a lot of other things. I don’t think I make one specific genre actually. I do also make hip.hop and techno. What happened back then was that my parents always played Beatles records and Paul Simon and all the old classics. And I really liked that too, still. But sort of this shift in music, came from out of the blue to me. Because I was living in foreign countries with my parents and so I was sort of isolated from the civilisation you could say. When we came back I was ten and what was on the radio was this Robert Miles and Rednecks and Sash and it was really interesting to me that there was this whole new pop sound.

Do you still collect CD’s or have you moved on to other means?
I try to be not very physical with my hoarding. So my desktop on my computer looks like shit, but I like when the physicality’s are more clean.

Do you still have that old CD?
Actually it is located on the loft of my dad’s house, but it is like this old farm house. So it has probably mold or something like that on it. But it is still there. The sad thing with digital is that it doesn’t age with beauty. The scratches on an old vinyl are like the wrinkles of a face, they can sound really nice. Whereas digital is more like either it works or it is just broken.

There is a very artistic part to what you do, the video and the pictures, they always have this certain thing about them. Is that important to you?
I think there is an aesthetic to everything that we do.

But some take care of those aesthetics and others just leave them be.
I like to do collaborations with people who are like skilled in different fields than me. That’s also the core of this project, to be humble towards my own talents and competences and capabilities. For example I knew I wouldn’t be able to both play the concert for the first time and have an overview of my schedule with interviews and everything. So I asked my friend Christian to help me with planning everything. With the video it is kind of the same thing to a greater extent. I know a lot of people who do DIY style kind of things and it’s good how some people are good at doing everything at the same time. I am more like a group action person. So I like to involve people. The video was actually done by a good friend of mine who is also a really, really great upcoming 3D animation movie director.

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You have ten collaborators on this album, when you started, did you already have people in mind? Was there a precise plan or was it more of a spontaneous thing?
There was a very precise plan that changed a million times over the course of the process. But I think it’s been very organic and dynamic the way it’s been evolving. This project started out with one collaboration and then I thought I would like to try this also and now it is everything from soul to pop to hip hop. It very much comes down to electronic music with flavors. The flavor on this album is very Middle Eastern in some cases and I think they posters say techno, which I can really relate to. I can really relate to the German techno scene in the way people are very ambitious about having tight productions. It is not only about the song writing. It is actually also about the sound as an aesthetic.

Looking at the posters, what is the color yellow to you?
It makes sense too. I mean look at the sun, or don’t because you’ll burn your eyes. But it is the color of energy. What I like is that it culturally also relates to betrayal, poison and danger and it’s the good and the bad side of high energy potential I think. It is difficult to control but you can manage.

So what is next, any concerts?
I can’t tell you so much about the tour plan yet, because we are still setting the team up. I mean until two weeks ago this project was on my computer, it was kind of a secret. It was not out in the world and two weeks ago I put out the single. Yesterday I played the live show to some local people and some of the industry people and tonight will be the full blown show. Everything is just getting started. We are talking to venues and festivals in Berlin and in Barcelona and in a lot of other places. But there is a lot to come and a lot to happen.

What is that like, to have it sleeping on the laptop, putting it out and then have a real band looking at it, trying to play it?
The way I make it not scary is by involving people like I involved the movie director and a graphic designers and stylists when we do photo shoots or whatever. It’s about having people close to you that you trust. So I do have some people I rely on when I have to develop a beat or even a melody. I do have people I collaborate with that I help out and they help me out. So even though it is a solo project and I am the captain of the ship, there is a lot of people helping me on that ship.

Großes Dankeschön an Esben für die Zeit, den Double Rainbow fürs leckere Sandwich und das SPOT Festival fürs ermöglichen.

Qual der Wahl: Sfir, Marius Ziska und Sekuoia an einem Abend?

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Donnerstag, Donnerstag. Drei Konzerte gibts zu besuchen und nur eins geht, weil Zeit echt so eine Sache ist. Also, wen kann ich empfehlen?

Sfir

Sfir sind verdammt tolle Menschen. Ich kenn die auch. Sowas muss man immer am Anfang sagen oder?
Sfir sind atmosphärisch, wie ein Luftstoß mit ganz viel Reverb. Ein wenig Ferne und dann wieder ganz nah dran. Sie spielen in der 8mm bar und stellen gleich noch das obige Video auf ganz großer Leinwand vor. Veranstaltung hier.

Sekuoia

Sekuoia ist einer von denen die ich noch nie live gesehen habe, aber immer erzählen alle wie toll das ist. Muss es auch sein. Mist verdammter. Elektronische Musik vom feinsten, also so, dass sogar ich sie mir gerne anhöre. Und die Berghain Kantine ist wahrlich der richtige Ort für Sekuoia. Event ist hier.

Marius Ziska

So schöne Singer-Songwriter Musik ist das. Ruhig, manchmal etwas Meer. Manchmal sogar gar nicht auf Englisch. Schön klingt so doof, ist aber ein Wort was mir immer wieder einfällt wenn ich an das Konzert beim SPOT denke. Es hat mich nicht weg gepustet, aber ich bin bis zum Ende geblieben und das ist bei diesem Festival was besonderes. Event hier.

Jetzt könnte man das gleiche glatt nochmal für den Freitag machen…

Foto © Peter Ravnsborg

Essen fürs Gehirn und die Seele: SPOT15, Klänge schmecken und Konzerte besuchen

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Das SPOT Festival macht mehrere Sache mit mir. Es macht mich müde, es macht mich froh und dankbar und es bringt mir eine Menge Dinge bei. Ich durfte ganz viel Musik hören und sehen. Inzwischen habe ich ganz klar Muskelkater vom vielen gehen und stehen. Krasser Scheiß. Genaueres kommt dann im Laufe der nächsten Wochen. Angefangen diesen Mittwoch um 16 Uhr. Zur üblichen Sendezeit!

Weil die nächste Woche wieder eine Menge Arbeit bereit hält, kommt hier die nötige Ablenkung. Bleiben wir erst einmal bei Musik. Hier ein Guide für sichere Communities. Dazu ein amüsanter und sicherlich wertvoller Artikel voller Hinweise bezüglich Clubs, ein Mensch der Klänge schmecken kann und die warmen Arme der Punk Community. Zu letzt ein offener Brief an ein Festival, dass ich gerade besucht habe. Ein interessanter Blick auf dieses gigantische Wesen und die Frage nach dem Sinn eines Show Case Festivals.

Zwischendurch ein paar Klänge aus der Vergangenheit.

Weiter mit ernsteren Dingen. Twitter hat weiterhin viele Probleme mit Menschen die sich wie Arschlöcher benehmen. Anderswo erwarten Beamte Ruhe und Ordnung, nachdem sie Menschen umbringen und dafür nicht belangt werden wollen. Interessante Gedanken über Gender und Kleidung. Eine Reise zur entlegensten Insel der Welt. Schon mal drüber nachgedacht jemanden umzubringen? Was für eine gruselige und unglaublich gut geschriebene Sache. Designer beantworten Design Fragen und Austin Kleon wird mir noch einmal Geld aus der Tasche ziehen. Mit einem von ihm designten Notizbuch. Was für ein wundervoller Schlawiener.

Das sollte euch erst einmal eine Weile beschäftigen. Um das Ganze noch schöner zu machen, sind hier Youtube Ninjas die euch Playlists erstellen. Außerdem hat Liserstille ein neues Album rausgebracht und das beim SPOT gebührend gefeiert. Hop Along hat ein neues, kraftvollen und wunderbares Album namens Painted Shut und God Damn’s Erstling Vultures ist verdammt machtvoll. Go Go Berlin geben einen ersten Vorgeschmack zum kommenden zweiten Album in Form einer ersten Single, Electric Lives.

TurboChild haben beim SPOT ne gute Show hingelegt und letzten Donnerstag ein Video zum Song Still My Love vorgestellt. Kann man machen.

Konzerte

6.5.15 Beach Slang @ Ramones Museum Berlin und später im Bei Ruth

7.5.15 Pirate Sattelite Fest unter anderen mit The Hotelier, Beach Slang und Joyce Manor @ C-Club

8.5.15 Ninja Pirate Radio from Space @ ALEX & Fightballs bei Hörsturz

Das Bild oben stammt aus einem Manga von Est Em

Essen fürs Gehirn und die Seele: Von Rookie Radio bis Facebook Bots.

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Ich mache seid einer ganzen Zeit Radio. Und wie das so ist mit Sachen die man lange macht, irgendwann verlieren sie ein wenig an Besonderheit. Zum Glück gibt es so einige Events im Jahr die der Sache wieder Energie verleihen. Zum Beispiel das SPOT Festival kommendes Wochenende. Zwei Tage Showcase Festival im wunderschönen Aarhus, Dänemark. Das SPOT hat mich sehr stark beeinflusst, in der Art wie ich Interviews mache, in der Musik die ich höre und in der Art wie ich mich und meine Arbeit betrachte. Was genau bei rum kommt, könnt ihr dann danach im Radio hören und hier lesen. Die Interviews der letzten Jahre findet ihr hier. Besonders freue ich mich darauf mit der Band LISERSTILLE zu sprechen. Das aktuelle Album heißt Empirical Ghost und ist eine Wucht.

In Vorbereitung auf die Interviews beim SPOT bin ich auf die Radio Rookies gestoßen. Das DIY Radio Rookies Toolkit ist eine unglaublich coole Sache für alle die gerne was mit Radio machen wollen, gerade weil es mehr ist als nur Moderation und dann Musik und dann wieder Moderation. Da werden Geschichten erzählt. Warum haben wir sowas nicht in Berlin?

Wo wir gerade bei Radio und neu gefundener Leidenschaft sind, London Fields Radio sendet aus einem Café! Das hört man öfter mals im Hintergrund, aber das stört überhaupt nicht. Es gibt der Sache viel mehr einen Raum und ein sehr angenehmes Gefühl des Danebensitzens. Besonders angetan hat es mir “Sound & Vision” eine etwas holprige und schöne Sendung über Filmmusik.

Musikalische Kleinigkeiten an dieser Stelle sind dieser großartige Nirvana Tribut. Eine Popsession mit Waelder, diese Sendung voller gewöhnungsbedürftiger Musik und eines der besten Stücken Radio was ich je gehört habe. Radiolab hat mich an einem wunderschönen sonnigen Tag beinah zum Weinen gebracht. Und bevor ich es vergesse. Das neue Album von Waelder, Anachronie, ist eine wunderschöne Sache!

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Food for Thought
Diese Propaganda Poster von Skandinavischen Ureinwohnern sind sehr spannend und die Situation der Sami ist erschreckend.
Was ist eigentlich „Internet für Arme“ und was hat Facebook damit zu tun?
“Captain Phillips” und “A Highjacking” waren beeindruckend, gespenstische, moralisch erschreckende und faszinierende Filme. Dieser Bericht von einem gekaperten Frachter, steht den Filmen in nichts nach.
Wenn wir beim New Yorker bleiben, dann ist diese Geschichte über Bennie Lydell Glover für jeden Musikinteressierten unglaublich spannend. Glover hat lange Zeit sein Geld damit verdient Musik aus CD Fabriken zu schmuggeln und diese in den frühen Tagen von Napster und dergleichen ins Netz gestellt.
Likes kaufen geht einfach, aber wie funktioniert das überhaupt? Diese Stapel von SIM Karten sind unglaublich faszinierend.
Brent White ist verantwortlich für ganz schön viele Comedy Filme. Ob die nun gut sind oder nicht, sein Einfluss ist beeindruckend.
Schülerradio kann auch Geschichten erzählen. Hörsturz, Salwa und Lara begleiten jetzt seit drei Wochen zwei Damen bei ihren Bargesprächen. Wunderschönes Radio zum Nachdenken. Und zu letzt, wenn jemand mal einen ruhigen Ort zu reden im Internet braucht. Niltalk has got you covered.

Events
Montag spielen Caves im Bei Ruth.
Piktoplasma ist wieder da und wer gerne schöne Sachen sieht, kann sich diese Woche die Augen aus dem Kopf schaun.
Am Mittwoch spielen B6BBO und Mrs. Winterbottom im Hanger94, da wird kräftig in den Mai getanzt.

Habt eine schöne Woche und lest Comics. Zum Beispiel die Grindhouse Comics von Dark Horse.
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Bilder stammen aus „Seven Little Sons of the Dragon“ von Ryoko Kui und „Blood Lagoon“, gezeichnet von Chris Peterson – den Text hab ich geändert…

Interview: I Have A Tribe & All You Can Eat #57

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Ne schöne Sendung wars gewesen. Passend zu zwei Jahren All You Can Eat. Schon schön.
I Have A Tribe kommt aus Irland und macht sehr traumhafte, bewegende Musik. Und ein freundlicher Mensch war er noch dazu.
Die EP „Yellow Raincoats“ erscheint am 8.5. bei Grönland Records und im Sommer dürfte er wieder in Berlin sein. Live auch eine sehr schöne Angelegenheit. Patrick hat so eine Präsenz, die sehr unterschwellig ist und unscheinbar. Aber man kann einfach nicht wegschauen oder ihm nicht zuhören wenn er erzählt wie er beim Yoga in Unterhose im Backstage Raum erwischt wurde.

Das Interview ist ein wenig lang geworden. Wir mussten viel durch die Gegend rennen. Aber in diesen 40 Minuten verstecken sich so einige Perlen.
Interview:

Show:

Playlist:
Aria Prayogi & Fajar Yuskemal – Invasion / Album: The Raid OST
I have a Tribe – Yellow Raincoats, Monsoon & Wake The Cavalry (We’re Moving On) / Album: Yellow Raincoats
Hop Along – Powerful Man / Album: Painted Shut
Waxahatchee – Under a Rock / Album: Ivy Trip
Del Paxton – Bad Patch / Album: Split
Gulfer – Bob Abate / Album: Split
LISERSTILLE – Gold Future / Album: Empirical Ghost
David Hasselhoff – True Survivor / Album: Kung Fury

Die Wöchentliche vom 21.4. bis zum 27.4.

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Hier eine weitere Ladung gute Musik, Lesestoff und Konzert Tipps. Ich hab auch überlegt das Ganze als regelmäßigen Newsletter zu starten. Jetzt wo alle Welt Newsletter macht, bin ich zwar wieder zu spät, aber vielleicht besteht Interesse?

Musik

Sajjanu machen verdammt verrückte Musik. Schrill, schnell und unterhaltsam. Am 25.5. sind sie im Schokoladen.
Ancient Sky bringen im Mai ihr viertes Album raus. Hier ist ein erster Song.
Dänischer Rap kann faszinieren. Point Blank sind/waren ein Beispiel, Rest in Beats sind ein weiteres. Erinnert mich positiv an Nujabes.
Es gibt ein neues Nai Harvest Album, es kostet nur $5 und es ist eine feine Angelegenheit. Und dieser Braid Split hat es in sich!
Ich bin momentan auf einem Screamo Trip. Dank an Viva Delgrado, Circle Takes the Square und Lumber Lung.

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Lesestoff

Model View Culture ist weiterhin unglaublich interessant, mit Artikeln über Open Source Kultur und Social Media für Menschen mit Beeinträchtigung.
Warren Ellis hat ein „How I work“ bei Lifehacker gemacht.
Die Journalism Show hat einen kleinen, intelligenten und unglaublich niedlichen Ableger bekommen. Die Sache heißt „And the Quiet Girl Spoke“ und macht sehr glücklich. Die Serie selbst gehört natürlich geschaut. Every Frame A Painting lässt sich ein wenig in die Karten schauen. Hier gibt es eine unglaublich respektvolle Auseinandersetzung mit „Call-out-Culture“.
Diese Gedanken sind sicherlich nicht nur für den Bereich Indie Spiele interessant.

Konzerte

IM AUGUST SPIELEN DILLINGER ESCAPE PLAN IM POSTBAHNHOF!

Am 26.4 sind Against Me! und Caves in der Columbia Halle.
Am 27.4. spielen Caves ganz alleine (nicht ganz) im Bei Ruth.
Am 27.4. spielt And The Golden Choir im Lido. Von dem gibts eine Popsession.
Am 4.5. rappt Dessa im Privatclub.
Am 5.5. spielen The Early November mit You Blew It und A Great Big Pile of Leaves im Cassiopeia.

Das Bild ganz oben stammt von Topher Cantler.