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Interview mit Spring Offensive (Backlog)

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Spring Offensive existieren leider nicht mehr. Ihr Album Young Animal Hearts, um das es in diesem Interview viel geht, ist eines meiner absoluten Lieblingsalben geworden. Es hat auch einen festen Platz im CD-Player meiner Mutter gefunden. Wenn euch mal das Geld ausgehen sollte, dann werden Spring Offensive euch die passenden Texte dazu bieten. Das Interview fand im Privatclub statt, Vorband an dem Abend war Dad Rocks! Ein fantastischer Abend.

Die Musik der Band!

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Ninja Pirate Podcast #49 – Wir verwalten eure Schlüssel, vertraut uns

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Im 49. Ninja Pirate Podcast geht es heiß her, wenn wir über den Sinn oder Unsinn von Bademänteln im Hosenlosen Studio fachsimpeln.

02:08 – Wir reden über die Sony Pressekonferenz und Trailer der Paris Games Week der vergangenen Woche und unsere Reaktionen sind eher durchwachsen.
19:00 – Ist es okay Gewalt zur Vermarktung von Videospielen zu benutzen? Heiligt der Zweck die Mittel? Ist es reiner Zufall, dass die Gewalt oftmals gegen Frauen ausgeübt wird? Antworten: Manchmal, nein, nein.
34:14 – Amazon möchte gerne den Schlüssel zu eurer Wohnung. Geile Idee. Für diesen Service muss Amazon außerdem eine Kamera bei euch installieren. Noch geilere Idee.
48:00 – Wir spoilern noch ein bisschen Stranger Things Season 2 Episode 1 und führen unsere Diskussion aus dem letzten Ninja Pirate Broadcast weiter.

Alle Sony Trailer von der Paris Games Week
Stop using extreme violence to sell your game
Lone Wolf and Cub Trailer
Amazon Key
Stranger Things 2 Trailer
Letzte Folge Ninja Pirate Broadcast

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Weekly Planet am 2.11.

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Letzte Woche gab es am Ende des Weekly Planet eine Buch-Kritik. Ich muss immer noch am Rande über einen Charakter in der Geschichte nachdenken. Orseola webt Träume, sie kann sich neben eine schlafende Person setzten und ihre Träume eingreifen. Sie kann die träumende Person fliegen und sie große Dinge erleben lassen. Sie kann sie aber auch fallen und aufkommen lassen und hat dabei die Fähigkeit tatsächlichen Schaden anzurichten. Orseola besitzt eine große Macht, die mit einem Preis kommt. In diesem Fall erlebt sie alle Träume der Schlafenden um sie herum. In einer Stadt zu leben wäre unglaublich anstrengend für sie und hinzu kommt, dass diese Träume ihre eigene Agenda überdecken. Sie kommt in der Geschichte an einen Punkt, an dem sie kaum noch sie selbst ist, da sie so viele andere Geschichten und Träume erlebt. Ich finde diese Idee immer noch super faszinierend, unheimlich und sie führt mich in Richtung Lucide Träume. Ob das was wäre? Wie auch immer, diese Woche gibt es wieder eine Menge Links, einen Dragons Eat Everything Rückblick auf den Oktober und mal schauen was mir sonst noch einfällt.

In dem Podcast der auf meinem Rechner liegt und der am 3.11. für eure Ohren zur Verfügung steht, reden wir unter anderem über „Detroit: Become Human“. Ein Spiel über dem ganz groß der Name David Cage steht. Aus seinen Fingern ist auch schon „Indigo Prophecy“ geflossen und wenn jemand laut „JASON“ ruft und danach lacht, dann ist das auch von ihm. Im Weekly Planet ging es schon mal um „Become Human“. Damals ging es darum, dass Cage nicht in der Lage ist einem offensichtlich politischen Spiel diese Seite zuzusprechen. Um einen Kotaku Artikel zu zitieren:

„Detroit is a game about a subjugated group asserting their humanity and trying to gain freedom from people who want to use them for service. It’s hard not to draw parallels to slavery, racism, and events going on around the world. Despite this, however, director David Cage told me that he isn’t trying to make a game with an overtly political message, nor is he heavily drawing on real world history or politics as influences.“

Jetzt wiederholt sich das Ganze. Im aktuellen Trailer geht es um Häusliche Gewalt. Der Trailer wurde vielerorts kritisiert, zu Recht wie ich finde. Bruno Dias sagt es am besten. Er reagiert zum einen auf ein Eurogamer Interview und nimmt zum anderen die generelle Richtung und den Aspekt der Themenwahl auseinander. Das hier ist für mich der entscheidende Punkt:

„Every time you give the player a choice, you give them agency. But the flipside of agency is responsibility, complicity. When you put the player in the shoes of a domestic abuse victim and then represent their struggle as a series of gamebook-style choices, when you offer this anodyne, neutral vision of agency, you are suggesting that domestic abuse victims are complicit in their own abuse. You are representing their situation as a test they can pass or fail. You are suggesting that they could make better choices and avoid, or escape, their situation. There’s no way to slice this where this isn’t fucked up.“

Und all das wäre nicht ganz so schlimm, wenn Cage zu seiner Wahl stehen würde. Er schafft es jedoch nicht zu begründen, warum er all das so tut. Er möchte Spielende bewegen. No shit, wer will das nicht. Aber eine Szene über Häusliche Gewalt kommt nicht einfach so von irgendwoher. Und sie darf auch nicht einfach so irgendwohin gehen. Das Thema zu betrachten ist wichtig, aber sicherlich ist diese Art mindestens ungünstig und vielleicht sogar unnötig. Der gesamte Waypoint Artikel ist sehr lesenswert.

Momentan gibt es zwei Podcasts die ich sofort höre wenn es neue Folgen gibt. Zum einen „I Only Listen to the Mountain Goats“ und zum anderen „The Hilarious World of Depression“. Beides sind klare Empfehlungen. Dieser Essay von Maria Bamford geht in die Richtung Depression, aber mit einer positiven Message. Benjamin Passmore macht weiterhin tolle Comics zu relevanten Themen, diesmal zur ACLU und Charlottsville. Ich lese gerade das Buch von Ta-Nehisi Coates und es ist sehr faszinierend. Mehr dazu wenn ich durch bin.

Comics Legende Steve Dillon ist jetzt seit einem Jahr tot. Wenn die Erwartungen an Spiele so abgefahren sind, dann dauert es bis wir ein Star Wars Single-Player Spiel bekommen. Die Geschichte um Visceral ist faszinierend, beunruhigend und in vielen Teilen absurd. Maggie Stiefvater über Buch-Piraterie. Auch wenn die Sache mit dem „Piraterie“ Begriff bei mir immer sauer aufstößt ist ihr Argument gut nachvollziehbar. Das ist sicherlich auch eine Sache, die erst mit dem E-Reader so richtig in Fahr gekommen ist.

Es war Inktober. Für einen wirklich abgefahrenen Abend empfehle ich das Tag bei Twitter oder Instagram zu suchen. Ich habe hier nur ein feines Beispiel. Der gute Clemens hat auch mitgemacht übrigens! Hier ist ein abgefahrenes Magazin über Kunst und das Thema Risiko. Und es gibt eine neue Folge Manben, diesmal mit Horror-Mangaka Junji Ito. Großartig, finden müsst ihr leider selbst.

Dragons Eat Everything im Oktober 2017

Angefangen hat der Oktober mit Star Trek und einem Ninja Pirate Broadcast der die neue Serie detailliert besprochen hat. „Star Trek: Discovery“ war weiterhin Thema im 46. Ninja Pirate Podcast, zusätzlich ging es um die German Comic Con Berlin. Im 47. Podcast ging es wahnsinnige Fans, Blade Runner und den aktuellen Kingsmen Film. All You Can Eat lieferte in der 115. Show das Stutenbiss Interview mit BLOND! Show #116 enthielt ein Interview mit Prawn.
In der letzten Ninja Pirate Broadcast Sendung im Oktober, passend zu Halloween, habe ich mich mit Maurice über gruselige Spiele unterhalten.
Bevor mir jetzt jemand aufs Dach steigt. Stutenbiss hat nachgelegt im Oktober. Folge 2 ist überall zu sehen und es gibt sogar einen passenden Podcast zur Show. Dazu gab es beinahe wöchentlich den Weekly Planet und in den letzten zwei Wochen habe ich es geschafft rechtzeitig eine Comics Vorschau zu schreiben.

Gibt es eigentlich Inhalte die ihr euch wünscht? Schreibt doch mal an wünsche [at] dragonseateverything [dot] com. Das würde uns voll freuen.

Das Bild ganz oben ist von Michael Summers. link

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Ninja Pirate Broadcast – Mit dem Kissen vor dem Gesicht Gruselfilme schauen

In Ninja Pirate Broadcast, Shows by LeleLeave a Comment

Maurice und Lele diskutieren die erste Folge Stranger Things, sprechen über gruselige Videospiele und fragen sich ob wir zu Lebzeiten noch ein Singleplayer Star Wars Spiel bekommen werden. All das und mehr, Halloween Musik zum Beispiel, in dieser feinen Show! Wenn ihr Bock habt noch mehr über die Sache um Star Wars und Visceral Games zu lesen, dann schaut doch mal bei dieser gigantischen Reportage von Kotaku rein. Die steckt voller kleiner spannender Details.

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Comics Vorschau am 1.11.17

In Comics by LeleLeave a Comment

Neue Comics AHOI! Letzte Woche habe ich mindestens einen coolen und wichtigen Comic vergessen. Hi-Fi Fight-Club #3 ist raus gekommen. Ich habe die selben Probleme mit der Serie auch weiterhin, aber weil die Story Fahrt aufnimmt verzeihe ich sie etwas leichter. Aber jetzt erst einmal schauen was diese Woche so auf dem Tisch landet!

Gravediggers Union #1 (Wes Craig & Toby Cypress – Image Comics, $3,99)
Die Preview verspricht eine Priese Humor, einen angenehm losen Stil und diese komischen Texttafeln auf weißem Hintergrund neben einem Bild. Mit denen bin ich nie ganz warm geworden. Die Idee aber, dass die „Gravediggers Union“ die einzige Truppe ist, die die Menschheit retten kann, die finde ich gut. Mal schauen was dieses Heft liefern kann.

No 1 With a Bullet #1 (Jacob Semahn & Jorge Corona – Image Comics, $3,99)
Es geht um die nahe Zukunft, um eine Kontaktlinse die krassen Scheiß macht und dann um einen Stalker. Zumindest verspricht das der Preview-Text. Der Blick ins Heft spricht noch eine andere Sprache, zeigt aber wirklich coole Bilder, einen feinen Stil, schnelle Dialoge und ein drastisches Ende. Hat denke ich Potential, wenn ihr Lust auf eine weitere Sci-Fi Serie aus dem Hause Image habt.

Daniel Warren Johnson

Extremity #8 (Daniel Warren Johnson & Mike Spicer – Image Comics, $3,99)
Ich habe diesen Zug leider verpasst und ärgere mich mehr als nur ein bisschen. Es gibt einen ersten Trade und der sieht sehr gut aus. Ich habe in einer ruhigen Minute mal auf Arbeit durchgeblättert und konnte mich der fantastisch illustrierten Geschichte um einen Rachekreislauf kaum entziehen. Extremity tut weh, weil jede Handlung irgendwo nachvollziehbar ist, weil der Hass der Charaktere greifbar ist und weil als Außenstehender dieser Kreislauf so unglaublich sichtbar ist. Ich weiß nicht ob das achte Heft der beste Punkt ist um auf den Zug aufzuspringen, aber schaut mindestens mal rein.

Giant Days #32 (John Allison, Liz Fleming & Max Sarin – Boom! Studios, $3,99)
Giant Days bleibt eines meiner absoluten Highlights. Es ist die einzige Serie, die in meinen Augen noch keinen Hänger hatte. Anders als Saga schafft es dieses Team konstant wirklich gute Arbeit abzuliefern, immer neue Dinge einzuarbeiten und die Charaktere weiter auszubauen. Ich verleihe gerne das erste Trade falls jemand Interesse hat.

Ignacio Valicenti

Lazaretto #3 (Clay Chapman, Jey Levang & Ignacio Valicenti – Boom! Studios, $3,99)
Lazaretto hat im letzten Heft richtig Fahr aufgenommen. Die Student*innen sind in Quarantäne, es haben sich „Anführer“ gefunden und Charlie und Tamara müssen schnellstens einen Weg aus der Misere finden. Ich bekomme ein bisschen Gänsehaut, wenn ich mich frage ob das wohl gutgehen wird.

Steven Universe Original GN Vol. 2 Anti Gravity (Talya Perper, Queenie Chan & Sara Talmadge – Boom! Studio, $14,99)
Es wird neue Steven Universe Folgen geben! Der Comic läuft jetzt schon seid einer kleinen Weile und diese separate Geschichte soll das Universum wohl ein wenig erweitern. Ich bin voll für jede Art von Steven zu haben, der Zeichenstil in diesem Büchlein überzeugt mich nicht. Aber hey, ich schätze wenn die Stimmung der Show rüberkommt, dann kann ich mich nicht beschweren.

Witch Boy GN Vol. 1 (Molly Knox Ostertag – Graphix, $12,99)
Das Büchlein habe ich schon seit einer ganzen Weile auf dem Schirm. Es geht um einen Jungen in dessen Familie die Männer ihre Gestalt verändern und Frauen Hexerei verüben. Aster hätte sich schon längst verwandeln sollen, hat aber mehr Interesse an Hexerei und ist vielleicht der einzige der mit seinen Fähigkeiten die Familie retten kann. Es dürfte viel um Identität gehen. Eine angenehm queere Geschichte im Comicformat. Ich freu mich drauf!

Encyclopedia of Black Comics (Sheena C. Howard – Fulcrum Publishing, $23,95)
Der Name sagt eigentlich schon alles. Als Nachschlagewerk, zur Entdeckung unbekannter Werke oder einfach nur zu durchblättern, das hier ist bestimmt eine feine Sache!

Oh Joy Sextoy GN Vol. 4 (Erika Moen & Matthew Nolan – Limerence Press, $29,99)
Ein wirklich hilfreicher und sehr lehrreicher Webcomic bekommt seinen vierten Sammelband. Die Bücher sind immer wunderschön und sehr angenehm zu lesen. Sie sind leider chronologisch sortiert und nicht thematisch. Daher ist das eher was für echte Liebhaber, wer spezifische Infos sucht, findet diese leichter auf der Website. Für alle Lebenslagen und -positionen (ha!) ein guter Ratgeber.

Das Bild oben ist vom Cover von Witch Boy und demnach von Molly Knox Ostertag. Alle Comics habe ich hier gefunden, wenn sie nicht erscheinen, dann bin ich nicht Schuld. Support your local Comics Dealer and pls don’t sue us.

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STUTENBISS #2 – mit Lara vom Feministischen Comicnetzwerk

In Shows, Stutenbiss by MauriceLeave a Comment

In der zweiten Folge von Stutenbiss mit Helena und Paula hat BLOND es immer noch nicht geschafft, sich aus dem Bad der queer-feministischen Show zu befreien. Deshalb versorgen sie die WG weiterhin mit guter Musik. In der Küche hat sich mittlerweile Lara eingefunden, die von ihrer Arbeit im feministischen ComicNetzwerk erzählt. Es geht um Prinzessinnen, Diversity, Präsenz und die Frage, ob Marvel eigentlich noch alle Tassen im Schrank hat.

NEU ! Es gibt auch einen Podcast zur Show:

Hier findet ihr Details zum Podcast. Abonniert den RSS-Feed!

Shownotes:

Laras Podcast
Laras Spiel „Takume – The Dreaming Daughter“
Das Feministische Comicnetzwerk
Adventure Time
Goldie Vance
Sarah Burrini
Ines Chord
Lumberjanes
Marguerite Benett
Ghost in The Shell
The Last of Us

Unsere Badband BLOND sind die drei stylischen Menschen aus Chemnitz!

Wann gibts mehr?!
Die nächste Folge STUTENBISS wird am Sonntag, dem 15.10, auf ALEX Berlin ausgestrahlt.


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STUTENBISS Podcast zur Folge #2 – Der Podcast zur Show

In Podcast, Stutenbiss Podcast by MauriceLeave a Comment

Helena und Paula moderieren bei ALEX Berlin das queer-feministische Talkformat Stutenbiss. In ihrer zweiten Folge war Lara vom Feministischen Comicnetzwerk zu Gast. Im Podcast zur Show besprechen Paula und Helena die zweite Fernsehshow. Diesmal geht es um Comics, Comics und Natürlich Blond.

Shownotes:

W.I.T.C.H.
Die Wilden Hühner sind eine Jugendbuchreihe von Cornelia Funke
Bitch Planet
Reese Witherspoon: Natürlich Produzentin
Patty Jenkins – Regisseurin von Wonder Woman
The Mary Sue über Diversity bei Marvel (haben wir auch beim Ninja Pirate Podcast besprochen)

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Weekly Planet am 27.10.

In Weekly Planet by LeleLeave a Comment

Es gibt ein neues Julien Baker Album. Warum seid ihr noch hier und nicht da wo ihr es hören könnt? Oder schaltet es einfach in den Hintergrund. Passt vielleicht ganz gut. Gestern war ich bei Trucks und Priests im Urban Spree. Ich habe festgestellt, dass Priests zwar gut waren, aber gerade nicht die Musik machen die ich brauche. Ich brauche was zum mitsingen und mitfühlen. Trucks waren da sehr nah dran. Schön die Jungs endlich mal live zu sehen. Deshalb höre ich gerade besagtes Julien Baker Album und unterwegs eine feine Compilation in der Dauerschleife.

Heute gibts im Weekly Planet eine Menge feine Sachen. Eine Buchkritik, eine Comicempfehlung, eine neue Folge Stutenbiss (!) und wie immer eine große Ladung Links.

Mike Monteiro ist in einem stetigen Kampf mit Twitter und schreibt hier die Geschichte der Website nieder. Die Frage nach Positionierung eines so großen „Mediums“ ist faszinierend. Wer hat Lust auf noch mehr Casper Werbung? Diese Matratzen Websiten haben nicht damit gerechnet für zu viel Werbung verklagt zu werden. Absurd eigentlich, dass sie von allen Seiten für den Verkauf von Matratzen bezahlt werden, dass dann noch ehrliche Kritiken nennen und am Ende von einer Firma aufgekauft werden, die dann natürlich nur sich selbst lobt. Die Sache um Weinstein geht weiter und wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann braucht es eine schwarze Frau die Anschuldigungen äußert, damit Mr. Weinstein sagt: „Nö so kann ich mich nicht dran erinnern.“ Fuck off. Es gab zwischendurch eine relativ umfangreiche Liste von Männern, die dann relativ zügig wieder verschwunden ist. Kein Wunder, dass die Liste groß ist, wenn so viele Frauen in diesem Bereich Erfahrungen dieser Art machen mussten. Übrigens passiert das auch Männern.

NeoGAF, eines der größten Videospielforen hat sich von innen nach außen gekrempelt und ist in sich zusammengefallen, nachdem gegen den Chef des Ganzen Vorwürfe von sexuellen Übergriffen laut wurden. Übers Wochenende haben mehrere Moderator*innen das sinkende Schiff verlassen. Inzwischen ist die Seite wieder da, jeder Kommentar in Richtung Chef wird geblockt und der Seite verwiesen. Das scheint eine kluge Vorgehensweise. Finde das interessant, wie dieser Verge Artikel die Sache „sexual misconduct“ nennt. Misconduct heißt soviel wie Fehlverhalten. Der Dude ist nackt zu einer Frau in die Dusche gestiegen und hat sich nicht abwimmeln lassen, das ist mehr als „Fehlverhalten“ finde ich.

Bleiben wir bei Videospielen und dergleichen. Lateinamerika liefert coole Indie-Spiele und EA schließt Visceral Studios. Verdammt, ich wollte irgendwie positiv bleiben. Grund ist anscheinend, dass ein stink normales Single-Player Spiel nicht mehr genug Kohle abwirft? Da waren Leute ganz schön sauer. Oh und Patreon ist jetzt wie alle anderen auch und schließ die Türen vor Menschen, die mit Sex Geld verdienen. Finde sowas immer ziemlich feige, ich dachte genau das wäre Patreon, ein Ort an dem Alle (!) mit dem was sie gerne tun Fans finden und Geld verdienen dürfen. Ist wohl jetzt vorbei.

Aus „Beck“ von Harold Sakuishi.

Afrofuturism ist eine super spannende und großartige Angelegenheit. Mehr davon bitte! Ableism ist keine feine Sache, auch nicht in Comics. Warum gibt es so viele große nackte Frauen in Sci-Fi? Und was war da noch mal mit Clemens und den grünen Ladies? Hinter diesem Link versteckt sich ne Menge cooles Zeugs von Anno dazumal. Bleiben wir in der Vergangenheit und hören wie die Macher von „Batman: The Animated Series“ ihr Meisterwerk zustande gebracht haben. Hier ist eine coole Story über Sci-Fi Fanzines. So werden Bilderbücher gemacht. Zum Abschluss noch dieser herzerwärmende, wunderbare Comic von Laura Knetzger.

DEE Empfehlung

The Short Con (Pete Toms & Aleks Sennwald – Study Group Comic Books, $9,95)
Wunderbarer kleiner Detektivcomic voller Referenzen zu klassischer Literatur, schnippischen und schnellen Dialogen und einem lockeren, wundervollen Zeichenstil.

STUTENBISS FOLGE ZWEI! (Paula Georgi und Helena Serbent, außerdem eine Menge braver Menschen und das feministische Comicnetzwerk)
Lara, vom feministischen Comicnetzwerk war zu Gast, hat coole Comics empfohlen und die Badband Blond hat gespielt und es ist die zweite Folge Stutenbiss. Ziemlich großartig!

DEE Review

Naondel von Maria Turtschaninoff (Pushkin Press, übersetzt von Annie Prime)

„Naondel“ hat mich lange Zeit angelächelt. Da stand dieses kleine, in einen blauen Umschlag eingehüllte Buch, mit der roten Schrift auf dem Cover und der düsteren Beschreibung in der Klappe. Niemand wollte es kaufen. Geschrieben hat es Maria Turtschaninoff, eine finnische Autorin. Es ist eine Art Prequel zu ihrem ersten Buch, „Maresi„. Hier geht es um eine Insel voller Frauen, die sich in einer Welt in der Frauen nichts zu sagen haben, ihr eigenes kleines Paradies aufgebaut haben. „Maresi“ stand mir aber nicht zur Verfügung, also habe ich mich schlau gemacht, erfahren, dass „Naondel“ auch ohne „Maresi“ sehr gut sein soll und bei guter Gelegenheit zugegriffen. Ich wurde nicht enttäuscht.

Erst geht es um Kabira, die einem intelligenten wunderschönen Mann verfällt, ihm alle ihre Geheimnisse und die ihrer Familie anvertraut und dafür bitter bezahlen muss. Dann geht es um Garai, die als Sklavin verkauft, von einem Mann erworben und missbraucht wird, bis er eine schönere gefunden hat. Es folgt Orseola, die Träume weben und sich anderer Träume nicht verwehren kann. Sie begeht ein Verbrechen, wird ausgestoßen und von einem Mann auf hoher See gerettet und ebenso missbraucht. Dann Sulani, die Kriegerin des Flusses, die alleine 300 Krieger des Mannes tötete und trotzdem unterlag. Iona, die auf einer einsamen Insel geopfert werden sollte und von diesem Mann gefunden und ihrer Bestimmung geraubt wurde. Und zu letzt Daera, die sich freiwillig in den Harem des Mannes begab und nicht aufgeben wollte. Sie alle finden sich im Harem des machtgierigen Mannes wieder und werden fallen gelassen, sobald er eine andere findet.

„Naondel“ erzählt diese Geschichten, die miteinander verwoben sind, auf klare, ehrliche und ergreifende Weise. Iskan ist der Name des Mannes, der diese Frauen benutzt, und er ist bei weitem einer der bösesten Charaktere die ich bisher erlebt habe. Er manipuliert, missbraucht, vergewaltigt und tötet ohne Gewissen, immer auf der Suche nach noch größerer Macht. Eine Hilfe ist eine magische Quelle, die Kabira ihm Anfangs zeigt, die ihm die Zukunft zeigt und es ihm ermöglicht Leben und Tod zu beeinflussen. An einer Stelle heißt es, er würde den Tod eines Charakters näher ziehen.

Lesende begleiten die Bewohnerinnen des Harems in Ohaddin durch ihr tägliches Leben, lernen die vielen Kulturen dieser fantastischen Welt kennen und warten auf den Moment des Ausbruchs und der Rache. An dieser Stelle soll gesagt sein, dass „Naondel“ nicht wie Naomi Aldermans „The Power“ ist. Es ist kein explizites Buch, vieles wird impliziert oder angedeutet. Manches passiert auch direkt, es wird jedoch nie im Detail beschrieben. Die bedrückende Atmosphäre ist auch ohne explizite Schilderungen allgegenwärtig. Die Welt die Maria Turtschaninoff geschaffen hat, ist sehr facettenreich, hat Ecken und Kanten und hier lässt sich vieles wiedererkennen, was aus unserer bekannt sein könnte.

Dieses Buch zu lesen war nicht immer leicht, ich habe eine Weile gebraucht, da ich manchmal keine Lust auf düstere Inhalte hatte. Viele Momente sind drückend und unangenehm, gerade weil hier so viel Atmosphäre geschaffen wird und so Erwartungen an schlimme Dinge immer höher geschraubt werden, bis sie passieren und noch einmal klar wird wie gerne ich Iskan in besagter Quelle ertränkt hätte. „Naondel“ ist ein wunderschönes und wundersames Buch. Es ist bis oben hin mit tapferen, starken Frauen. Ihr Durchhaltevermögen, ihr Stolz und ihre Kraft habe ich bewundert. Nur, dass es der Publisher bei den Kinderbüchern führt, das macht wirklich keinen Sinn. Zeit, dass ich mir „Maresi“ aneigne und ich freue mich auf das dritte Buch in der Reihe.

Held*innen ihr, habt es bis hierher geschafft. Danke! Habt ein feines Wochenende!