Unrest in the House of Light

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Ich saß in der Straßenbahn, ich denke es war kalt. Gut eingepackt. Ohrstöpsel drinnen und es lief ein Album, von dem mir viele erzählt hatten, was sich mir aber noch nicht erschlossen hatte. Milastraße ausgestiegen und in dem Moment machte es „Klick“.

Die gesamte Story habe ich immer noch nicht ganz raus. Aber das ändert nichts daran, dass ich sie in Häppchen genießen kann, dass ich Vengeance von vorne bis hinten mitsinge und energischer laufe wenn der Song an ist. Und das Unrest in the House of Light eines der schönsten und tragischsten Lieder ist, die jeh über Roboter geschrieben wurden.

In Pursuit of Happiness

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Kate Beckinsale Shooting Fish (1997)

Shooting Fish ist ein feiner Film, mit einem fantastischen Soundtrack. Ganz am Ende ist ein Song namens „In Pursuit of Happiness“, ein Song von The Divine Comedy. Außerdem war der Song noch auf „A Short Album about Love“ drauf. Ein Song über den Stand der Welt, über Liebe und über Burger. Ein Song der meinen Vater in die Fänge der Divine Comedy und somit Neil Hannons Hände getrieben hat. Der irische Musiker hat dann den Rest meiner Familie eingefangen, gut aufgehoben und fest gehalten.

Jedes neue Album wird sehnsüchtig erwartet und die Hoffnung, dass dem Menschen viel Geld in die Hände fällt, damit er wieder ein so opulentes Werk wie „Absent Friends“ abliefern kann schwindet zu letzt.

Fog Of War

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2012. Ich habe soeben mein Praktikum bei ALEX Berlin begonnen. Wir sitzen in einem winzigen Büro. Ich verbringe viel zu viel Zeit mit nichts tun. Ich werde American Elf komplett lesen. Ich werde einen Großteil der vorhandenen Radiolab Folgen hören. Ich werde drei-vier Comics am Arbeitsplatz malen.

Mir fällt die Kinnlade runter als ich feststelle, dass man uns Musik schickt. Einfach so. Weil wir ein Radio sind. Ich fühle mich ein wenig wie ein Schummler, aber die Mukke ist gut und ich habe gehört, dass eh alle immer schummeln. Das ist also okay. Ich mache meine ersten Interviews und bin einfach nur ein junger, schüchterner, verbogener Mensch.

Dann kommt da dieser eine Song von einer Band aus Norwegen. Er heißt Fog of War und hat ein wunderbares und beängstigend gutes Musikvideo. Beim SPOT Festival im nächsten Jahr verpasse ich sie leider. Das Album verschwimmt in meinem Kopf. Aber den Song vergesse ich nicht.

The Girl Who Fell Beneath Fairyland and Led The Revels There

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september-follows-the-boat

Manche Bücher sind magisch. Sie umgarnen, schmücken, flüstern und stubsen bis zum Ende. Gleich auf den ersten zwei Seiten dieses wundervollen Buches war klar worauf man sich einlässt:

„Now, secrets are delicate things. They can fill you up with sweetness and leave you like a cat who has found a particularly fat sparrow to eat and did not get clawed or bitten even once while she was about it. But they can also get stuck inside you, and very slowly boil up your bones for their bitter soup. Then the secret has you, not the other way around. So we may be very glad that September had the better of her secret,a nd carried it with her like a pair of rich gloves which, when she was cold, she could take out and slip on to remember the warmth of days gone by.
Septembers secret was this: She had been to Fairyland.“

Dieses Buch ist voll von eben diesen kleinen Schnipseln, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder ernsthaft zum nachdenken anregen. Manchmal passiert auch beides. September kehrt also nach Fairyland zurück und rettet es erneut. Es geht um Schatten, Regeln, Herzen die erwachen, einen ersten Kuss und so viel mehr. Das Buch ist genau so voller Herz und Wunder wie sein Vorgänger „The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making“.
Ein Buch zum Vorlesen, wenn es eines gibt.

Hier noch zwei weitere Zitate, die es mir besonders angetan haben:

„A wave of music boomed out, so sweet and dark and strange it caught September’s breath and tied it in a bow.“

„A book is a door you know. Always and forever. A book is a door into another place and another heart and another world.“

Das nächste auf der Liste heißt „Caliban’s War“ und geht in eine komplett andere Richtung.

Worry Fill My Heart

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Worry Fill My Heart

Mir geht es gut. In vielerlei Hinsicht habe ich keinerlei Gründe mich irgendwie zu beschweren, wenn man es ganz genau nimmt. Aber wie es so ist, Songs die traurig machen und Sorge schüren, die funktionieren irgendwie immer. Das ist einer davon. Eine Situation die ich absolut nachvollziehen kann, der ich relativ nahe bin. Präsentiert auf eine realistische und nahe Art und Weise von einer Band die sich aufgelöst hat, weil das Band sein zu teuer wurde. So ist der Song dann eine Erinnerung daran, dass alles Morgen wieder ganz anders sein könnte. Und das heute noch nicht vorbei ist.

Sleep & Dream

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15.183 Songs. Das sind zu viele. Das kann ohne schlechtes Gewissen gesagt werden. Warum bauen wir uns solch große Bibliotheken von Dingen auf die wir nicht so konsumieren können, wie sie es vielleicht verdienen? Es gibt da diesen einen Moment. Wenn zufällig ein Song, ein Album ins Auge fällt und ganz plötzlich Erinnerungen und Gefühle wiederkehren, die lange vergraben waren.
The Aggression Scale ist ein brutaler, low-budget Film über einen Jungen der die Kevin Allein zu Haus Sache auf die absolute Spitze treibt. Der Film übt eine stille und üble Faszination auf mich aus.
Während den Credits läuft ein Song der von Julie Christmas gesungen wird. Dann geht es zurück in die Bibliothek und die Suche beginnt. Gefunden ist dann bald eine Band namens Battle of Mice die eine unglaubliche Härte mit stillen und immer wieder explodierenden Gesängen verbinden. Nichts was ich oft höre, aber wenn es dazu kommt, dann versinke ich. Also sind das vielleicht doch nicht zu viele Songs. Wer weiß das schon. Mich davon trennen ist auch auf keinen Fall drin.

Been Afraid

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Über meinem Laptop, etwas weiter oben an der Wand, hängen zwei Karteikarten. Eine sagt: „Don’t Discard„. Die Andere sagt: „Don’t fail college for rock n‘ roll“. Wenn man dann nach links wandert kommt eine ALEX Postkarte auf der steht #machdochwasduwillst. Das ergibt eine gute Mischung.
Ich habe heute einen Menschen getroffen der mit 14 auf seine erste Tour gegangen ist und irgendwann, viel früher als das, wusste was er mal werden will. Dann hat er das durchgezogen.
Ich werde immer ein wenig neidisch, wenn ich Menschen treffe die so ganz genau wissen was sie wollen. Die wissen was sie antreibt, wo sie hinwollen, was sie erfüllt und was sie glücklich macht. Das macht das Leben nicht unbedingt leichter, aber dieser Antrieb, diese Energie, der Wille, den wünsche ich mir an diesen Tagen an denen ich nur in die Leere starre.
Dann gehts raus, ne Runde um den Block und mit frischer Energie zurück in die Burg.

das Bild kommt von der Rückseite von Island #5 – designed by Amy Clare.