An Ode to the Nite Ratz Club

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Das Musik Geschichten erzählen kann, das sollte uns allen klar sein. Das Musik bewegende Geschichten erzählen kann, ist klar, kommt aber seltener vor. Und das Musik dafür sorgt, dass man stehen bleibt und nicht weitergeht bis ein Lied vorbei ist, das ist sehr selten. Dieser Moment in dem ein Song „Klick“ macht. An diesem Moment gewinnt nicht nur der Song an Sinn und ich merke, dass ich ihn vorher nicht richtig wahrgenommen und verstanden habe. Danach gilt es den Song überall einzubauen, er wird das Bild seiner Band.
Ich will auch diese Abenteuer erleben. Vielleicht hat mich das Lied deshalb so mitgenommen. The Hotelier haben danach nicht aufgehört solche Songs zu schreiben, aber diese persönliche Bedeutung haben sie nicht wieder erreicht.

Slaying A Paper Tiger

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Ein Album, das per Definition der Vergangenheit angehört. Die Band ist inzwischen eine ganz andere, als die, die ich damals im Torbogen neben dem Schokoladen interviewt habe. Das war eine unglaublich fantastische Nacht mit tollen Menschen. Und das ist ein Song, der mich immer wieder mitnimmt. Es gibt einige Bands da muss ich einfach das ganze Konzert über grinsen. Die machen mich glücklich. Also Prawn den hier ausgepackt hat, am Ende ihres Sets letztes Jahr im Cassiopeia, da war ich auf Wolke Sieben. Ganz weit oben. Da bin ich ohne Scham Fanboy.
Der Song heißt übrigens so, weil in dem Proberaum der Band (die Garage der Mutter des Sängers) ein Poster hing. Auf dem stand „Slay the Paper Tiger“, irgendwas mit weniger Papier am Arbeitsplatz oder so. Mit dem Song an sich hat das nichts zu tun.

Empfohlene Abendgestaltung

In Konzerte by LeleLeave a Comment

April

06.04. Jeff Rosenstock & Great Cynics @ Cassiopeia
08.04. Battles @ Astra Kulturhaus
14.04. Scott Yoder @ Schokoladen
14.04. Knuckle Puck, Boston Manor & Seaway @ Musik & Frieden
14.04. Brian Fallon @ Astra Kulturha
18.04. Brothers in Law @ Schokoladen
19.04. Viva Belgrado @ Tiefgrund
19.04. Modern Baseball + Pup + Three Man Cannon @ Cassiopeia
22.04. Uncle M Fest w/ Muncie Girls, Foxing, TTNG, The Bennies, Goodbye Fairground, Twin Red @ Cassiopeia
23.04. Isolation Berlin @ Bi Nuu
27.04. The Hotelier + Rozwell Kid @ Cassiopeia

Mai

02.05. Mouse on the Keys @ Bi Nuu
12.05. Town of Saints @ Privatclub
19.05. The Coathangers @ Badehaus Szimpla

Being Boiled

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Platten sind ne interessante Angelegenheit. Obsolete Plastikscheiben die irgendwie Faszination ausüben, eine Nadel die Staub vor sich herschiebt, ein großes klobiges Gerät, dass immer mit absoluter Vorsicht bewegt und behandelt werden will. Bei ALEX Berlin gibt es einen DJ Tisch, zwei Plattenspieler und zwei CD Spieler mit Plattentellern, damit man auch bei ner CD scratchen kann. Um das Ding zu verstehen wollte ich mir von meinem Vater ein oder zwei Platten ausleihen. Er hat mir unter anderem Being Boiled von The Human League in die Hand gedrückt. Ein faszinierendes Stück Musik.

Here’s Looking At You, Kid

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The Gaslight Anthem sind irgendwann auf meinem Rechner gelandet, weil ich mir von einem guten Freund Musik gezogen hab. Wie man das halt so macht.
The ’59 Sound war der erste Song den ich von der Band aus Jersey hören durfte. Irgendwann war ich dann bei einem Konzert in der Columbia Halle, Chuck Ragan war Vorband, und hatte die Zeit meines Lebens. „Angry Johnny & the Radio’s“ Mosh Pit wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben und alle die es nicht wissen wollten, mussten hören wie toll dieser Moment war in dem alle zusammen gerannt sind.
Dann habe ich Sink or Swim für mich entdeckt, ein wenig Zeit mit American Slang verbracht, Handwritten am ersten Tag in den USA gekauft und Get Hurt beinahe gar nicht mitbekommen. Live waren sie trotzdem immer großartig, ob im Ramones Museum oder wieder in der Columbia Halle. Das vorerst letzte Konzert der Band in Berlin habe ich verpennt.
Da ist jedoch dieser eine Song. Ganz am Ende von The ’59 Sound, der irgendwann ganz anders zu mir gesprochen hat. „Here’s looking at you Kid“ ist voller Wärme, Trauer und einer guten Ladung Wahrheit.

Die ersten fünf All You Can Eat Sendungen

In All You Can Eat, Shows by LeleLeave a Comment

#5

Ich kann mich nicht mehr an den Namen des Hospitanten erinnern, der einen Tag da war und danach nie wieder erschienen ist. Aber er hat mir einen Floh ins Ohr gesetzt. Ich habe damals noch ziemlich lange Interviews gemacht und mich immer drüber geärgert, dass am Ende so viel gekürzt werden muss. Er hat glaube ich noch nicht mal viel dazu gesagt, ich hab ihm einfach davon erzählt und dabei ist dann eine Idee für meine eigene Sendung entstanden.

Es ging mir darum den langen Interviews Platz zu geben. Einen Großteile eines Interviews in einer Sendung zu spielen, dazu Musik und dann noch ein bisschen von dem was mir sonst noch vor die Flinte springt.

Den Piloten finde ich leider nicht mehr. Ich werde noch mal suchen, aber die Sendung mit einem Interview mit Montreal scheint im Äther verschwunden zu sein. Die Nummer 1 lief dann etwas später. Das Interview mit Callin Tommy war ein echter Akt. Hin und her ging es da und meine Superkraft immer viel zu früh da zu sein, hat mir auch in diesem Fall einen echten Tritt in den Hintern verpasst.

All You Can Eat #01 – PREMIERE! Und ein Interview mit Callin‘ Tommy! by Ayceberlin on Mixcloud

Für die zweite Sendung habe ich Snævar von Dad Rocks im Ackerstadtpalast interviewt. Hier habe ich eine wertvolle Lektion gelernt, die mich immer noch begleitet und die ich immer wieder aufs Neue lernen muss.

Interviews NACH einem Konzert sind nicht ideal und generell zu vermeiden.

Warum? Weil Bands einen vergessen. Ich bin nicht Noisey oder sowas. Eine Stunde zu warten ist da schon mal drin. Und eben weil ich nicht Noisey bin, kann ich auch keinen Druck ausüben oder auf das Interview beharren. Wie auch immer Snævar ist ein verdammt angenehmer und cooler Typ, den ich immer wieder gerne treffe.

All You Can Eat #2 – Dad Rocks! and SPOT – 01.05.2013 by Ayceberlin on Mixcloud

Die nächsten beiden Sendungen drehten sich um das SPOT Festival. Ich war dieses Jahr zum dritten Mal bei dem dänischen Showcase Festival in Aarhus. Damals war ich maßlos überfordert und verdammt aufgeregt. Und es war super cool. Da waren eine Menge cooler Menschen die mich nicht haben untergehen lassen. Und die Konzerte und Interviews waren generell eine echte Freude.

All You Can Eat #3 – SPOT13 – Interviews mit Penny Police und Boho Dancer by Ayceberlin on Mixcloud

Penny Police macht immer noch Gänsehautmusik, Paper Tigers waren erst vor kurzem in Berlin, Boho Dancer’s Ida macht inzwischen alleine Musik und Point Blank sind verschwunden. Ihr Album Ears to the Concrete ist genial.

All You Can Eat #4 – SPOT13 – Interviews mit Point Blank und Paper Tigers by Ayceberlin on Mixcloud

Für die fünfte Sendung habe ich nicht nur das erste Poster gemacht, der Beginn einer Tradition die bis heute anhält, sondern auch den unglaublich freundlichen Einar Stray interviewt. Das Einar Stray Orchestra erfreut sich inzwischen angenehmer Berühmtheit und das Konzert war wirklich etwas ganz besonderes.

All You Can Eat #05 – Ein Interview mit Einar Stray by Ayceberlin on Mixcloud

Das waren sie, die ersten fünf All You Can Eat Sendungen. Sie liefen im Zeitraum vom 17.4.13 bis zum 26.6.13. Die nächsten Fünf kommen nächste Woche.

SPOT Festival 2015 Interview: Antonio Gram

In Interviews, Music by Lele1 Comment

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Schön warm wars in Aarhus am frühen Samstag Vormittag. Mit einem unglaublich leckeren Sandwich in der Hand sind Esben Valloe und ich vom Double Rainbow zu einem gemütlichen Fleckchen gelaufen und haben gegessen. Zwischendurch haben wir uns über sein neues Projekt Antonio Gram unterhalten.

Ihr könnt das Interview entweder lesen oder hören. Wie ihr wollt. Live könnt ihr Antonio Gram am 11.Juni im Magnet erleben. Und ich kann euch mit vollem ernst sagen, dass es sich lohnt. Ich bin nicht der größte Fan von elektronischer Tanszmusik, aber jede Band die einen Drummer am Start hat, der gut abgeht und am Ende sogar Spoken Word Einlagen bringt hat gewonnen. Also, hingehen.

AYCE @ SPOT FEST 2015 – Full Interview with Antonio Gram by Ayceberlin on Mixcloud

Who are you and what do you do?
Short and concise, Antonio Gram is me Esben Valloe. And it is electronic music.

Where does that name come from, Antonio Gram, and when did you start putting that out on the map?
Actually I didn’t tell this in any interview before, but Antonio Gram’s first song was a techno remix of Speed Dance, the song I did with the band I left really recently. Antonio Gram is a guy who doesn’t limit himself by the constraints around him. That’s my role model for this project. Antonio Gram is my role model. I am Esben Valloe, but when I make music I try to be Antonio Gram.

No limits, no boundaries?
There is no limits in Antonio Gram.

Sounds a bit like Fight Club. You don’t talk about Fight Club. Antonio Gram has no limits. Is there rules to Antonio Gram, aside from no limits?
There is one rule and it’s this: Try to make the best of the situation you are in and try to be the version of yourself that you would rather like to be.

Why do you need a different name for that? Why don’t you make music as Esben?
Because Esben can be a really talented musician, but he can also be really hungover, depressed or having a fight with his girlfriend. And Antonio Gram is my role model for being the version of myself that I am most proud of.

Do you think the two are gonna get close and end up as the same thing? Does Antonio Gram still have faults?
Antonio Gram is very honest and of course he can have trouble on stage like any other musician. There is always a flip side isn’t there? And the name is back from this Italian author and philosopher who was jailed by the fascists in the thirties. Antonio Gramsci, is very inspiring to me. Because he sort of revolutionized the revolutionary thoughts of the left wing side of politics. And he did that from within a prison.

Is Antonio Gram you breaking out of a prison?
Yeah definitely, there are prisons everywhere, especially when you are on tour with a band. A prison can be the backseat of a tour bus and a prison can be an airport where the plane is delayed. I mean it sounds kind of banal, but in fact it is not because we are always limited by thinking that „I am not happy because I don’t have a girlfriend, I am not happy because I didn’t go do exercise the last two months and I didn’t have time to exercise because I am in this and that situation bla bla bla“ There are constraints and limitations everywhere and when we become victims to these limitations we become less powerful in a way. And Antonio Gramsci, when he was put in prison, started writing and became even more productive by the constraints around him. And that’s what I want to do to myself with this project. That’s kind of the development I am aiming for.

So Antonio Gram is playing electronic music? And that is as I have read a passion of yours?
It is very much where I come from musically. Since the nineties I have been listening to electronic music, since I was a kid actually.

What got you started?
Actually I have a guilty pleasure for early Euro Dance, so the first electronic music I had in my CD-Collection, as a eleven year old, was Sash’s “It’s my Life”, it is the album with Ecuador and all the others.

Why don’t you make Euro Dance Music now?
I do make Euro Dance, but it is spiced up with a lot of other things. I don’t think I make one specific genre actually. I do also make hip.hop and techno. What happened back then was that my parents always played Beatles records and Paul Simon and all the old classics. And I really liked that too, still. But sort of this shift in music, came from out of the blue to me. Because I was living in foreign countries with my parents and so I was sort of isolated from the civilisation you could say. When we came back I was ten and what was on the radio was this Robert Miles and Rednecks and Sash and it was really interesting to me that there was this whole new pop sound.

Do you still collect CD’s or have you moved on to other means?
I try to be not very physical with my hoarding. So my desktop on my computer looks like shit, but I like when the physicality’s are more clean.

Do you still have that old CD?
Actually it is located on the loft of my dad’s house, but it is like this old farm house. So it has probably mold or something like that on it. But it is still there. The sad thing with digital is that it doesn’t age with beauty. The scratches on an old vinyl are like the wrinkles of a face, they can sound really nice. Whereas digital is more like either it works or it is just broken.

There is a very artistic part to what you do, the video and the pictures, they always have this certain thing about them. Is that important to you?
I think there is an aesthetic to everything that we do.

But some take care of those aesthetics and others just leave them be.
I like to do collaborations with people who are like skilled in different fields than me. That’s also the core of this project, to be humble towards my own talents and competences and capabilities. For example I knew I wouldn’t be able to both play the concert for the first time and have an overview of my schedule with interviews and everything. So I asked my friend Christian to help me with planning everything. With the video it is kind of the same thing to a greater extent. I know a lot of people who do DIY style kind of things and it’s good how some people are good at doing everything at the same time. I am more like a group action person. So I like to involve people. The video was actually done by a good friend of mine who is also a really, really great upcoming 3D animation movie director.

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You have ten collaborators on this album, when you started, did you already have people in mind? Was there a precise plan or was it more of a spontaneous thing?
There was a very precise plan that changed a million times over the course of the process. But I think it’s been very organic and dynamic the way it’s been evolving. This project started out with one collaboration and then I thought I would like to try this also and now it is everything from soul to pop to hip hop. It very much comes down to electronic music with flavors. The flavor on this album is very Middle Eastern in some cases and I think they posters say techno, which I can really relate to. I can really relate to the German techno scene in the way people are very ambitious about having tight productions. It is not only about the song writing. It is actually also about the sound as an aesthetic.

Looking at the posters, what is the color yellow to you?
It makes sense too. I mean look at the sun, or don’t because you’ll burn your eyes. But it is the color of energy. What I like is that it culturally also relates to betrayal, poison and danger and it’s the good and the bad side of high energy potential I think. It is difficult to control but you can manage.

So what is next, any concerts?
I can’t tell you so much about the tour plan yet, because we are still setting the team up. I mean until two weeks ago this project was on my computer, it was kind of a secret. It was not out in the world and two weeks ago I put out the single. Yesterday I played the live show to some local people and some of the industry people and tonight will be the full blown show. Everything is just getting started. We are talking to venues and festivals in Berlin and in Barcelona and in a lot of other places. But there is a lot to come and a lot to happen.

What is that like, to have it sleeping on the laptop, putting it out and then have a real band looking at it, trying to play it?
The way I make it not scary is by involving people like I involved the movie director and a graphic designers and stylists when we do photo shoots or whatever. It’s about having people close to you that you trust. So I do have some people I rely on when I have to develop a beat or even a melody. I do have people I collaborate with that I help out and they help me out. So even though it is a solo project and I am the captain of the ship, there is a lot of people helping me on that ship.

Großes Dankeschön an Esben für die Zeit, den Double Rainbow fürs leckere Sandwich und das SPOT Festival fürs ermöglichen.