Weekly Planet am 06.01.18 – Kick the Future in the Shin

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Frohes neues Jahr wünsche ich! Auch in den Zeilen des Weekly Planet! Diese 41. Ausgabe befasst sich mit den Ängsten von Silicon Valley Dudes, guter Musik und ein paar anderen schönen Dingen. Kopfüber ins neue Jahr würde ich sagen. Los gehts.

Folgender Gedanke: Es ist verständlich, dass Menschen im Silicon Valley Angst vor einer super KI haben. Eine solche künstliche Intelligenz, die eben diese Menschen höchst wahrscheinlich geschaffen hätten, hätte nämlich auch die Werte dieser Menschen. Und auch wenn eben diese Menschen glauben sie wären die super tollsten die es gibt, so basiert ihr ganzes Leben auf absolut gnadenlosen kapitalistischen Werten. Eine künstliche Intelligenz mit eben diesen Werten würde unsere werten Silicon Valley Dudebros sofort auslöschen. Es ist folglich logisch, dass die Herren schiss vor sowas haben. Wenn ihr das noch mal in schön lesen wollt, Ted Chiang weiß wovon er redet. Was ich an dieser Stelle immer wieder spannend finde, ist, dass Gesichtserkennungssoftware oder andere derartige Dinge oft die selben Vorurteile und ähnliches stereotypisches Denken wie ihre Macher haben. Das passiert ganz natürlich. Ein weiteres Argument für mehr Vielfalt in der Tech Industrie.

Nach Weihnachten war wieder der Chaos Computer Congress. Diesmal unter dem Thema #tuwat. Hier stehen eine Vielzahl der Talks und Vorträge zur Verfügung. Empfehlen möchte ich den von Charles Stross und diesen über chinesische gamifizierte Kontrolle über Mitmenschen, ein sogenanntes Social Credit System.

Yay Comics! Hier geht es um das duiose Ding, welches sich Comics Journalismus nennt. Ich mag dieses Wesen, trotz seiner Fehler. Bei The Beat blicken verschiedene Comics Menschen auf 2017 zurück und dann nach vorne. Marvel hat ne neue Sache ausprobiert, jetzt dürfen Menschen mit Marvel Charakteren Comics machen, einfach so, ohne Einschränkungen. Fast ohne. Nur ein paar gibt es. Zum Beispiel sind „social issues“ nicht erlaubt.

+ “Content that could frighten or upset young children or the parents of young children.”
+ Prescription drugs or over-the-counter medication, vitamins, and dietary supplements.
+ Contraceptives
+ “Suggestive or revealing images,” including “bare midriffs”
+ “Sensationalism,” which is not defined but elucidated with the examples “killer bees, gossip, aliens, scandal, etc.”
+ “Obscenity, bad or offensive language” or “proxies for bad or offensive language.” E.g. no “X@#%!”
+ “Noises related to bodily functions.”
+ No politics, including “alternative lifestyle advocacies”
+ Death
+ “Misleading language”
+ “A copy or parody of current or past Marvel advertising creative”
+ Any “controversial topics,” including “social issues”
+ Double entendres
+ Guns
Dinge die Marvel nicht mag

Vice ist von seinem hohen Thron gefallen. Was da bei Twitter abging war nicht hübsch und was da in der Firma abgeht ist jenseits von gut und böse. Gleichzeitig ist Vice verantwortlich für eine Menge wirklich wichtiger und toller Reportagen. Dang. Wo wir gerade bei Medien sind und am Anfang bei krassen Kapitalisten war, nicht etwa das Internet hat Zeitungen gekillt. Viel mehr sind es reiche Personen, die sich eine Zeitung kaufen, sie zu Boden sparen und dann verkaufen oder schließen, sobald sich die Zeitung in Richtung Betriebsrat organisiert. Eine sehr spannende Sache, ich frage mich inwiefern es da Parallelen zum deutschen Markt gibt?

The Nib liefert weiterhin großartige Comics, diesmal geht es um verbotene Abtreibungen in Chile. Um aus diesem Loch wieder heraus zu kommen biete ich zum Einen ein Beispiel für moralisch vertretbare Mikrotransaktionen in Videospielen. (ha) Und zum Anderen Alex de Campi’s sehr motivierenden Essay: Do not let this World allow your steps to falter. Außerdem gibt es ein neues Album von Jeff Rosenstock und das macht jeden Tag heller. Ich höre übrigens gerade ein neues Album von Waelder und es ist ganz fantabulös, so viel kann ich guten Gewissens verraten. Es heißt No Places und erscheint am 26.01.18!

Somit sind wir wieder am Ende eines Weekly Planet angelangt. Möge es das Jahr über viele weitere geben. Fehlt euch was, wünscht ihr euch was, soll ich was anders machen? TELL ME!

Der Schreiberling

Lele

Wurde von einer Horde wilder Otakus aufgezogen und hat sich danach der westlichen Comicwelt gewidmet. Leles Spinnensinn klingelt wann immer jemand fragt „Warum heißt er eigentlich BATman, wenn er doch eigentlich der Gute ist?“. Er bringt eine umfangreiche Erfahrung in der Comicindustrie mit und die teilt er gerne mit jedem, egal ob er nun davon hören will oder nicht. Immer gut gelaunt spezialisiert sich Lele neben den Comics vor Allem auf Musik. Falls es eine japanische Underground-Band gibt, in der 4 Schulmädchen auf Gummihühner die Werke Mozarts nachspielen, so hat Lele schon ein Interview geplant, ein T-Shirt der Band im Schrank und ein Tattoo der Frontsängerin auf seinem Knöchel. „Also ich habe ja die Bücher gelesen…“ – Lele Lucas

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