WEEKLY PLANET #50 – YEEEEEAAAAH!

In Weekly Planet by LeleLeave a Comment

Wie wird Mensch eigentlich gesund? Ist es schlafen? Dann mache ich was falsch, aber es erscheint schwer im Bett zu bleiben, wenn alles was fertig ist, die Nase ist. Wie auch immer, euch erwartet das DRAGONS EAT EVERYTHING UPDATE, eine Buchrezension, viele Links und ein paar Musikempfehlungen, weil es kein ALL YOU CAN EAT diese Woche gab. Den neuen Schriftzug hat meine Schwester gemacht, yeah!

DRAGONS EAT EVERYTHING UPDATE

Ihr könnt immer noch die letzten beiden NINJA PIRATE BROADCASTS als Podcasts hören und solltet das tun, falls ihr es noch nicht getan habt. Diese Woche gab es keine neue Folge ALL YOU CAN EAT, sorry. ABER diese Woche war Frauen*kamftag, deshalb legen wir euch noch einmal STUTENBISS ans Herz. Und es gibt einen neuen NINJA PIRATE PODCAST. Chuckson und ich sprechen über _Ready Player One_, lange Beine, geklaute Poster, Twitter und Kreativität und ne Menge mehr.

Rezension: All Systems Red von Martha Wells

All Systems Red von Martha Wells ist eine sehr unterhaltsame Novelle. Es geht um ein, sagen wir, cyborgähnliches Wesen, es hat sowohl organische als auch mechanische Bestandteile, scheint zum Teil aus geklonten Teilen zu bestehen und nennt sich selbst Murderbot. Sein „Govenor Modul“, dass es zu einer willenlosen Maschine macht, hat es vor langer Zeit gehackt und genießt die neue Freiheit, indem es Soaps runterläd und intern trockene Kommentare abgibt. Natürlich hat es trotzdem einen Job zu tun. In diesem Fall gilt es Forscher*innen zu beschützen, die Planeten untersuchen, um zu entscheiden ob es sich lohnt Schürfrechte zu erwerben. Gleichzeitig gilt es die eigenen Modifikationen geheim zu halten. Dann stellt sich raus, dass auf dem Planeten mehr los ist als angeworben und alles geht drunter und drüber.
Muderbot hat einen angenehmen Humor und ist in seiner entspannten Art sehr sympathisch. Wells schafft es in kürzester Zeit ein faszinierendes Universum aufzubauen und führt die Geschichte zu einem befriedigenden und spannenden Ende.

All Systems Red von Martha Wells gibt es vielleicht in einem guten Buchladen. Es ist ziemlich kurz, Achtung. Wer kann, sollte sich das eBook anschauen, das ist deutlich preiswerter.

Diverses

Es stellt sich heraus, dass „Standing Desks“ doch nicht so der Hammer sind. Sie sollen eher kognitive Fähigkeiten verlangsamen und Schmerzen verstärken. Also alles wieder zurück? Vielleicht einfach zusammen mit „Open Offices“ in die Tonne hauen. Denn egal wie „schick“ akustische Möbel auch sein mögen, retten werden sie euch nicht. Da bleibt nur die Garage, in denen ist schließlich schon viel gutes passiert. Marc Maron, großartiger Podcaster, Comedian und Interviewer, zieht aus seiner alten Garage in eine Neue. Die New York Times hat begleitet. Zu Marc Maron empfehle ich diesen wunderbaren Podcast in dem er über das Interviewen interviewt wird. Vom Hören springen wir zum Giganten Spotify, NPR fasst sehr gut zusammen worum es bei dem Börsengang der Schweden geht. Gleichzeitig wurde ein anscheinend bulgarischer User überführt Spotify genutzt zu haben, um sich mit Playlists voller kurzer Songs und zahlreichen Premiumaccounts bereichert zu haben. Es bleibt spannend.
Fast zu gut finde ich die Idee, dass ALEXA spontan in manisches Gelächter verfallen kann. Leider weniger Idee als gruselige Realität. Laut Wired sollen wir uns eh bald mit unserer Werbung unterhalten, wenn die uns dann auch noch auslacht, dann ist die Sache perfekt.
Was ist eigentlich aus Brendan Fraser geworden? Wie bäckt Mensch in einem Gefängnis einen Kuchen? Stoya fragt, ob es eigentlich „gute“ Pornos geben kann? Broken Frontier interviewt Katriona Chapman über ihre Comics, die wunder wunderschön aussehen! Buntstifte sind eine mächtige Sache. Der längste und tragischste Artikel diese Woche kommt vom New York Magazine und dreht sich einmal mehr um die Opioid Krise in den USA. Ich beende dieses Abteil mit einer Leseliste über moderne Städte und einem linksgrünversifften Essay über Geek-Kultur.

Musikersatz

Es gab diese Woche kein ALL YOU CAN EAT, also bombardiere ich euch jetzt mit Links zu cooler Mukke, die wir bestimmt (vielleicht) gespielt hätten.
Ich höre das neue Turnstille Album momentan rauf und runter, es ist kraftvoll, laut und super energetisch. Anders kraftvoll und mit feministischem Kick in die Eier kommen Camp Cope um die Ecke. Emotional aufgeladen und gerne überraschend nah, klingt ihr Album How to Socialize & Make Friends unterwegs bestimmt besser, als stationär. Erinnert werde ich dabei ständig an Cayetana deren zweites Album New Kind of Normal letztes Jahr rauskam. Und dann ist da noch Dessa, deren neues Album Chime mehr Aufmerksamkeit verdient als ich momentan anbieten kann. Das hier ist Rap, aber nicht auf die übliche Art, hier gibt es Kanten, flauschige Ecken und irgendwo ein feines Trampolin. Gulfer haben auch ein neues Album, es gibt dieses schöne Wort „Goofballs“ in meinem Kopf passt das auf die Band sehr gut, ich mag die Menschen! Die neue EP von Anna von Hausswolff ist wunderbar gruselig! Ich habe die letzten Wochen beim Lesen und schreiben viel Jóhann Jóhannsson gehört. Auf Arbeit ist der unter „Neo-Klassik“ einsortiert, glaube ich. Am Ende sehr schöne klassische Musik, was auch immer das heute bedeuten mag. Abschließend das aktuelle Listener Album, es hat Kraft, die vielleicht bekannten „Spoken Word“ Texte und lässt trotzdem die Füße wippen. Hört doch mal rein in diese feinen Alben und freut euch auf die nächste Folge ALL YOU CAN EAT am 21.03.2018.

via Jarith

Ein paar Sätze…

Das hier ist die 50. Ausgabe des Weekly Planet. Der Name hatte sich am 22.02.2017 gefestigt und wurde zum ersten Mal in der Woche davor benutzt. Es macht riesig Spaß diese Dinger zu schreiben und ist für mich auch sehr gut. Ich muss hier alles irgendwie in Worte fassen, was ich gefunden habe und das sorgt zum Einen dafür, dass ich schneller Tippen kann. Zum Anderen schreibe ich vielleicht inzwischen besser als vor einem Jahr. Das müsstet ihr mir sagen! lele [at] dragonseateverything [dot] com empfängt jedes Feedback voller Freude. An der Stelle auch ein riesiges Dankeschön an Clemens für den Namen der Nummer, an Hanna, Maurice, Paula und Anh für Feedback jeder Art und an diese mysteriösen Menschen, die das hier lesen. Natürlich aber auch an Tilli und Katrin, die am Banner da oben gebastelt haben. Wir arbeiten daran das Ganze als Newsletter zu verschicken, das wird demnächst bestimmt was. Wenn ihr mal reinschnuppern wollt, schreibt mir. <3

Bleibt gesund, lasst euch nicht ärgern, inhalieren mit Thymian ist gut für euch und irgendwie bleibt die Nase an der frischen Luft länger frei. Gebt mir Meer.

50 ist noch nicht wirklich alt oder?

Lele

Wurde von einer Horde wilder Otakus aufgezogen und hat sich danach der westlichen Comicwelt gewidmet. Leles Spinnensinn klingelt wann immer jemand fragt „Warum heißt er eigentlich BATman, wenn er doch eigentlich der Gute ist?“. Er bringt eine umfangreiche Erfahrung in der Comicindustrie mit und die teilt er gerne mit jedem, egal ob er nun davon hören will oder nicht. Immer gut gelaunt spezialisiert sich Lele neben den Comics vor Allem auf Musik. Falls es eine japanische Underground-Band gibt, in der 4 Schulmädchen auf Gummihühner die Werke Mozarts nachspielen, so hat Lele schon ein Interview geplant, ein T-Shirt der Band im Schrank und ein Tattoo der Frontsängerin auf seinem Knöchel. „Also ich habe ja die Bücher gelesen…“ – Lele Lucas

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