WEEKLY PLANET #56 – FUN AT PARTIES

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Das hier ist ein später WEEKLY PLANET. Ich war heute draußen. Draußen, um zur Boddinstraße zu fahren und mir Avengers: Infinity War anzuschauen. I have no regrets. Deshalb gibt es das hier jetzt. Etwas über ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, etwas über Facebook und Daten und Musik.

Öffnet den Vorhang. Es geht los.

DRAGONS EAT EVERYTHING UPDATE

Anh hat Sebastian Tim, Booker des Hanse Song Festival interviewt. Das Festival ist jetzt vorbei, aber am Mittwoch werden wir in der 129. AYCE Sendung drüber reden. Außerdem gibt es dann ein Interview mit The Kiez. Ihr könnt auch schon die NINJA PIRATE BROADCAST Sendung vom Freitag hören. Es ging um den Medienpreis Games, einen sehr coolen Comic und um The Walking Dead. Und ich habe eine Buchkritik geschrieben. Places in the Darkness hat mir ziemlich gut gefallen. Nächste Woche ist re:publica und wir sind alle wild unterwegs.

Introduction to the Album

Palantir weiß alles und ich finde das verdammt gruselig. Ja Facebook und Twitter wissen auch eine Menge, aber die beiden machen noch kein „Predictive Policing“. Apropros Twitter, ich habs ne Woche ohne versucht und bin heute rückfällig geworden. Gruselig und bezeichnend. Twitter actually can ban Nazis. Ich habe mehr gelesen, wenn ich nicht auf das Telefon geschaut habe. Vielleicht mache ich das nach der re:publica noch einmal. Zu Facebook kann ich nur sagen, dass ich nicht davon loskomme, weil DRAGONS EAT EVERYTHING ja irgendwie irgendwo irgendwen erreichen soll. Also neige ich in Richtung Siva Vaidhyanathan: Don’t delete Facebook, Do something about it.

Letzte Woche hatte ich ein Tief. Ich bin wieder rausgekommen. Hier schaue ich beim nächsten Mal nach Hilfe. Es kann nie genug Productivity Guides geben. Aus dem Tief gezogen haben mich übrigens Austin Kleon und Jesse Thorn. Auf diesen Artikel habe ich mir ein Buch namens „Wie kleine Kinder schlau werden“ (John Holt) ausgeliehen und überdenke meine pädagogische Vorgehensweise. Das hier finde ich daher köstlich: Calling Trump childish shows how we disrespect children.

Dirty Computer

Das neue Janelle Monae Album ist sehr gut. Ich muss noch zwei Mal mehr (mindestens) durchhören, kann von hier aus aber sagen, dass mir die große Instrumentalisierung fehlt. Ich muss mich an die andere Produktion und die weniger echten Drums gewöhnen. Inhaltlich ist das Album aber erste, queere, kraftvolle und tolle Sahne.

Her Body and Other Parties von Carmen Maria Machado

Ich habe diese Sammlung gruseliger und oft beunruhigender Kurzgeschichten gewonnen. Vorher hatte ich die eine oder andere Review im Locus Magazine gelesen und das Buch befand sich am Rande meines Radars. Es ist echt schick. Und gruselig, wirklich gruselig. Es ist außerdem sexy, salzig und furchtlos. Die einzelnen Geschichten sind mal mehr oder weniger SF oder Horror und sich dessen sehr bewusst. Ich musste hier und da eine Pause machen, um Luft zu bekommen. Es fällt mir schwer die Geschichten zusammenzufassen. Da ist als erstes eine Art Liebesgeschichte, bestimmt von dem Verlangen der Hauptperson, deren Halsband mehr Folgen bringt als gedacht. Die Geschichte danach ein zweites Mal zu lesen lässt ein anderes Licht auf sie scheinen. Es folgt eine Art Bericht in der sich eine Frau an ihren Beziehungen durch die Apokalypse hangelt. Am längsten ist eine Geschichte die episodisch an sämtlichen Folgen von Law & Order angelehnt ist, immer wieder lustig ist und dabei nur zum großen Schlag ausholt. Jede der Geschichten ist unangenehm auf die angenehme Art und Weise die Horror so mit sich bringt. Ich habe vorhin salzig gesagt. Mir fällt besseres Wort ein. Es gibt viel Sex, gut geschriebenen Sex.


Aufgefangen

Wenn ich an die Kurzgeschichten von Machado denke, dann fällt mir diese fantastische Review von Tim Pratts The Wrong Stars (Angry Robot) ein:

The reference to “peasant garb” is another anachronism that complicates a clear reading of this scene (i.e., would one need to write “Ellen Ripley looked like a sleeping princess [scanties aside] in the well-earned repose of her cryochamber”—or would the role of simile not be obvious?), but another part of this first encounter offers an even greater puzzle. “Sparkled”? A feminized body can manifest in many ways, but as an occupier of one such manifestation I had a difficult time imagining what this verb might be referring to physically. When we are later told that “Callie felt a sudden hot surge of lust,” I again struggled to place this feeling within the body we are given to understand that Callie has. Are her space-scanties wet? Does she have a sudden tightness, or heat, in her lower abdomen? Not to write too boobily about feminized characters, but is she becoming acutely aware of her tits, hard and sensitive under her spacesuit? Is there a general prickling heat in her arms and face and neck that leaves her feeling like all the blood is rushing from her head to her, ah, not-so-neutral zone?Maggie Clark

Machado hat eine Art und Weise die Lust ihrer Charaktere zu beschreiben, die mich beeindruckt hat. In der selben Richtung trifft diese Kirkus Review Artemis von Andy Weir auf die Nase. Scheinbar haben die Herren noch viel zu lernen. Hier können sie mal nachschauen. Strange Horizons hat mich diese Woche noch anders bereichtert. Einmal mit einem beeindruckenden Essay über positive Zukunftsvisionen. Und dann mit einer Ode an Star Wars Rebels, die mich dazu bringt der Serie noch einmal eine große Chance zu geben. Für Menschen die oft von einem Serien Wagen fallen, so wie ich, bietet Autorin Foz Meadows (An Accident of Stars) eine gute Begründung für das Dilemma. Am Ende noch ein Grund sich Last Jedi noch einmal anzuschauen und anders zu betrachten.

Take A Byte

Am Wochenende ist FREE COMIC BOOK DAY! Sehen wir uns vor Ort? Bis dahin schalten Mittwoch bis Freitag um 21 Uhr ALEX Berlin ein und hört uns zu wie wir von der re:publica berichten. Muchos lofos yo! Bleibt stark und lasst euch nicht ärgern. <3

About the Author

Lele

Wurde von einer Horde wilder Otakus aufgezogen und hat sich danach der westlichen Comicwelt gewidmet. Leles Spinnensinn klingelt wann immer jemand fragt „Warum heißt er eigentlich BATman, wenn er doch eigentlich der Gute ist?“. Er bringt eine umfangreiche Erfahrung in der Comicindustrie mit und die teilt er gerne mit jedem, egal ob er nun davon hören will oder nicht. Immer gut gelaunt spezialisiert sich Lele neben den Comics vor Allem auf Musik. Falls es eine japanische Underground-Band gibt, in der 4 Schulmädchen auf Gummihühner die Werke Mozarts nachspielen, so hat Lele schon ein Interview geplant, ein T-Shirt der Band im Schrank und ein Tattoo der Frontsängerin auf seinem Knöchel. „Also ich habe ja die Bücher gelesen…“ – Lele Lucas

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