White Star Liner – Weekly Planet #76

In Weekly Planetby LeleLeave a Comment

What up? Es war ein fantastischer Sonntag und es wird eine gute Woche. Denke ich. In dieser Ausgabe gibt es genug Lesestoff für die ersten paar Tage auf der Arbeit und etwas Musik für die Pause. Ihr seid also gut ausgestattet. Wir sehen uns auf der anderen Seite!

DRAGONS EAT EVERYTHING UPDATE

Im 13. NERD FEUILLETON haben Maurice und ich über Venom, Deadpool 2, 100-Stunden-Wochen und Bruce Waynes Batmissile gesprochen. Es ist ein feiner Podcast geworden. Am Mittwoch lief die 141. Folge ALL YOU CAN EAT und Anh hat die ersten drei Interviews vom Reeperbahn Festival zubereitet. Hiermit präsentiere ich die erste ausführliche Version: Finna in Anhs Küche.

Finna, Foto von Lele

Public Service Broadcasting

Als ich das erste Mal auf dem Reeperbahn Festival war, bin ich prompt krank geworden. Es hat mich gleich am ersten oder zweiten Abend erwischt. Also stand ich mit wackeligen Beinen an einem Tisch, habe mich anlehnen müssen, um trotzdem so gut es ging Public Service Broadcasting zu genießen. Das erste Album der britischen Band ist eine lose zusammengewürfelte Kollektion von Songs, die sich explizit Aufnahmen aus alten Dokumentarfilmen oder Radiostücken bedienen, um einen etwas unkonventionellen Blick in die Vergangenheit zu erlauben. Songs über die Post, die nachts per Zug durchs Land fuhr, über die Spitfire und über den Everest. Die Songs wiederholen sich schnell und sind live wirklich faszinierend, weil sie zusammen mit Filmaufnahmen gespielt werden. Es war eine sehr gute Show.

Das zweite Album drehte sich um das „Race to Space“. Und, auch wenn sehr gut gelungen im Zusammenspiel von Musik und Geschichte, war mir zu repetitiv. Es gibt einen Song, Fire in the Cockpit, der mich beim zweiten Mal hören eiskalt erwischt hat. Den richtigen Jackpot haben Public Service Broadcasting mit Every Valley geliefert. Das Album setzt sich mit der Geschichte der Kohle in Wales auseinander und führt von Euphorie über Streiks zu den inzwischen verlassenen Ortschaften. Es ist fantastisch und erzählt eine Geschichte, die nah geht und sehr, sehr machtvoll ist.

Warum das ganze? Zum einen weil ich die Musik sehr gut finde und zum anderen weil es eine neue EP von der Band gibt. Sie heißt White Star Liner und erzählt die Geschichte der Titanic. Es ist ein beeindruckendes Stück Musik, das sich ohne Probleme mit sehr guter Musik verbindet. Es gibt einen ersten Song als Video und die EP erscheint am 26.10. Ich habe sie jetzt ein paar Mal rauf und runter gehört, sie endet ziemlich abrupt. Vielleicht passend zur Geschichte der Titanic. Die EP endet jedoch nicht ohne einen geisterhaften S.O.S. Ton und hinterlässt definitiv einen bleibenden Eindruck.

“I thought it was an interesting challenge to tell the story of the ship’s construction as part of Belfast’s proud industrial history, the spirit of optimism of the pre-war age that she represented, and then an abstract and, I hope, respectful depiction of both the sinking of the ship (represented by the repeated Morse code distress call, C – Q – D) and the discovery of the wreck in 1985.” sagt dazu J. Willgoose, Esq., Begründer der Band

1 2 Comics

Cemetary Beach von Warren Ellis, Jason Howard & Fonografiks
Ellis und Howard haben zuletzt gemeinsam Trees gemacht. Jetzt sind sie mit einer auf sieben Hefte begrenzten Miniserie wieder da. Die Erde hat eine Kolonie und von dieser seit einer Weile nichts mehr gehört. Also schicken sie einen Spion, der wird gefangen genommen, entkommt mit Hilfe und ist inzwischen auf der Flucht. Cemetary Beach legt ein beeindruckendes Tempo, eine Menge Explosionen und zwei spannende Charaktere in den Vordergrund. Dahinter ist eine Kolonie in der Unterdrückung, dubiose Machenschaften rund um Organe und Klone und generelle Unterdrückung herrschen. Das gesamte Packet ist beeindruckend gestaltet und ich bin sehr dankbar dafür, dass es eine Miniserie ist. Das wird noch ein großer Spaß! Zwei Hefte sind bereits via Image Comics erschienen, die Sache läuft noch bis März.

Murder Falcon von Daniel Warren Johnson, Mike Spicer & Rus Wooton
Jake geht es nicht gut. Er ist alleine, er hat seine Gitarre lange nicht mehr angefasst und auch wenn seine früheren Bandmitglieder gerne wieder mit ihm jammen würden, irgendwas ist passiert und er kann sich nicht dazu durchringen. Außerdem sind da diese komischen Monster, die die Menschen heimsuchen und alles ist wirklich nicht gerade ideal. Vorhang auf für Murder Falcon, einen Falkenmenschen mit einem Roboterarm der aus Jakes Metalriffs Kraft zieht um die Monster zusammenzuschlagen. Ja, das ist absurd. Aber verdammt es sieht gut aus und hat in der Depression von Jake einen ernsten und wahren Kern. Murder Falcon erzählt von der Kraft der Musik, Emotionen und von fetten Riffs. Ein Heft ist bisher bei Image Comics erschienen, soweit ich weiß ist kein Enddatum angekündigt.

Lesezeichen

Auf den Ohren ist die Bibliothek im Shuffle Modus. Eben noch Panopticon mit Songs vom Album Kentucky, einem Konzeptalbum über die Kohlewirtschaft in den USA. Jetzt P.O.S. mit Been Afraid. Ganz unterschiedliche Sachen, beides sehr gut.

“The most effective adaptation of racism over time,” DiAngelo claims, “is the idea that racism is conscious bias held by mean people.” This “good/bad binary,” positing a world of evil racists and compassionate non-racists, is itself a racist construct, eliding systemic injustice and imbuing racism with such shattering moral meaning that white people, especially progressives, cannot bear to face their collusion in it. (Pause on that, white reader. You may have subconsciously developed your strong negative feelings about racism in order to escape having to help dismantle it.)

Es ist schön am Tegler See

Allerdings ist es schön da. Aber psst, nicht weitersagen. Wie auch immer, das war ein weiterer WEEKLY PLANET. Ich wünsche eine angenehmste Woche, viel Kraft und genug Energie für mindestens einen verdienten Tritt in den Hintern für eine andere Person. Ihr wisst schon. <3

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Medusa & Emma Frost via Kevin Wada

About the Author

Lele

Wurde von einer Horde wilder Otakus aufgezogen und hat sich danach der westlichen Comicwelt gewidmet. Leles Spinnensinn klingelt wann immer jemand fragt „Warum heißt er eigentlich BATman, wenn er doch eigentlich der Gute ist?“. Er bringt eine umfangreiche Erfahrung in der Comicindustrie mit und die teilt er gerne mit jedem, egal ob er nun davon hören will oder nicht. Immer gut gelaunt spezialisiert sich Lele neben den Comics vor Allem auf Musik. Falls es eine japanische Underground-Band gibt, in der 4 Schulmädchen auf Gummihühner die Werke Mozarts nachspielen, so hat Lele schon ein Interview geplant, ein T-Shirt der Band im Schrank und ein Tattoo der Frontsängerin auf seinem Knöchel. „Also ich habe ja die Bücher gelesen…“ – Lele Lucas

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