He Films The Clouds Pt. 2

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witches 15

Ich muss zugeben, ich weiß nicht mehr wie der Club hieß. Es gibt ihn nicht mehr, leider, es war ne feine kleine Angelegenheit in der Maybeshewill da gespielt haben.

Ein oder zwei Jahre davor hatte ich „Not for Want of Trying“ und „Sing the Word Hope in Four-Part Harmony“ auf einem kleinen Blog namens Sharing is Caring gefunden. Es hat ne Weile gedauert bis ich die Musik wirklich gehört habe. Aber dann richtig. In den USA mussten meine Mitfahrenden sehr oft den Titelsong von „Not for Want of Trying“ hören. Wie da Filmdialoge in Musik gearbeitet wurden, das hat mich sehr fasziniert.

Dann dieses Konzert, ich war als Fanboy da, habe laut mitgesungen, in dem einzigen Song in dem es geht. Ich bin mit einem der größten Grinsen meines Lebens nach Hause gegangen. Den ganzen Weg über ist das Lächeln nicht mehr verschwunden.

Mein Bezug zur Band ist aber zurück gegangen. Irgendwie hat mich das letzte Album nicht mehr so mitgenommen und als sie das letzte Mal in Berlin waren bin ich noch nicht mal hingegangen. Jetzt spielen sie ihre letzte Tour, für immer.

Dieser Song hier, den werde ich aber nie vergessen. Er wirft mich zurück in diesen verrauchten Club, zu den gefühlt 20 Menschen die lauthals mitgesungen haben.

Das Bild stammt aus einem wunderschönen Manga namens „Witches“ von Daisuke Igarashi.

Little Prince (El Principito)

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Lawrence 14

Damals als das White Trash noch am Senefelder Platz war. Da spielten Andrew Jackson Jihad zusammen mit Kepi Ghoulie ein Konzert. Mein Freund Theo und ich haben uns einen Schokobrownie geteilt. Ich habe mir ein Shirt gekauft.

Einen Monat später waren sie im Cortina Bob und das Bass Mikrophon hat rumgesponnen. In diesem Moment merke ich, dass ich nicht genau weiß, wo das Poster abgeblieben ist. Es soll schleunigst wieder an meine Wand.

Viel später spielten sie im Ramones Museum. Einem der schönsten Orte dieser feinen Stadt, die sich Berlin nennt. Sie spielten Little Prince und alle sangen mit.

Noch später spielte die ganze Band ein geniales Konzert im Privatklub, ich schrie mir die Seele aus dem Leib und wir aßen einen Schawarma nach dem Konzert.

Letztes Jahr spielte Sean Bonette eine Solo Show im Cassiopeia. Ich war müde und fertig. Es war eines der schönsten Konzerte die ich 2015 besuchen durfte.

Und jetzt frage ich mich wie Zeitformen im Deutschen eigentlich funktionieren. Verdammt.

Field Recordings from the Edge of Hell

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planetes windmills

Ich kann Stille irgendwie nicht leiden. Ich habe sie mir abtrainiert, könnte man sagen. Wenn ich einfach so an meinem Schreibtisch sitze und irgendwas mache was etwas Konzentration erfordert, dann irritiert mich Stille. Ja, manchmal ist sie durchaus sinnvoll. Aber meistens fehlt dann irgendwas.

Also mache ich die „Field Recordings from the Edge of Hell“ an und lerne, lese, male oder schreibe dabei. In den beinahe 9 Stunden die das Album lang ist passiert nicht viel, wenn man es ganz genau nimmt. Aber es passiert etwas. Zac Bentz schafft eine Geräuschkulisse die anwesend ist ohne zu stören. Der man mal für eine Minute lauschen kann und dann wieder andere Dinge zu tun, ohne dass es komplett still ist.

Meine Empfehlung ist es die Sache nicht super laut zu machen, sondern leiser als alles andere im Hintergrund laufen zu lassen. Dann kann man auch mal ein Youtube Video drüber legen, wenn der Lernstoff zu langweilig wird. Das bekommt dann eine echt düstere Note.

Songs mit Texten singe ich mit, deshalb eignen sie sich schlecht zum Lernen. In diesen Songs lässt sich nichts wirklich einprägen, deshalb lenken sie nicht ab.

Das Bild kommt aus einem Manga namens „Planetes“ von Yukimura Makoto, einem meiner persönlichen Liebslingscomics!

Unrest in the House of Light

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Ich saß in der Straßenbahn, ich denke es war kalt. Gut eingepackt. Ohrstöpsel drinnen und es lief ein Album, von dem mir viele erzählt hatten, was sich mir aber noch nicht erschlossen hatte. Milastraße ausgestiegen und in dem Moment machte es „Klick“.

Die gesamte Story habe ich immer noch nicht ganz raus. Aber das ändert nichts daran, dass ich sie in Häppchen genießen kann, dass ich Vengeance von vorne bis hinten mitsinge und energischer laufe wenn der Song an ist. Und das Unrest in the House of Light eines der schönsten und tragischsten Lieder ist, die jeh über Roboter geschrieben wurden.

In Pursuit of Happiness

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Kate Beckinsale Shooting Fish (1997)

Shooting Fish ist ein feiner Film, mit einem fantastischen Soundtrack. Ganz am Ende ist ein Song namens „In Pursuit of Happiness“, ein Song von The Divine Comedy. Außerdem war der Song noch auf „A Short Album about Love“ drauf. Ein Song über den Stand der Welt, über Liebe und über Burger. Ein Song der meinen Vater in die Fänge der Divine Comedy und somit Neil Hannons Hände getrieben hat. Der irische Musiker hat dann den Rest meiner Familie eingefangen, gut aufgehoben und fest gehalten.

Jedes neue Album wird sehnsüchtig erwartet und die Hoffnung, dass dem Menschen viel Geld in die Hände fällt, damit er wieder ein so opulentes Werk wie „Absent Friends“ abliefern kann schwindet zu letzt.

Fog Of War

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2012. Ich habe soeben mein Praktikum bei ALEX Berlin begonnen. Wir sitzen in einem winzigen Büro. Ich verbringe viel zu viel Zeit mit nichts tun. Ich werde American Elf komplett lesen. Ich werde einen Großteil der vorhandenen Radiolab Folgen hören. Ich werde drei-vier Comics am Arbeitsplatz malen.

Mir fällt die Kinnlade runter als ich feststelle, dass man uns Musik schickt. Einfach so. Weil wir ein Radio sind. Ich fühle mich ein wenig wie ein Schummler, aber die Mukke ist gut und ich habe gehört, dass eh alle immer schummeln. Das ist also okay. Ich mache meine ersten Interviews und bin einfach nur ein junger, schüchterner, verbogener Mensch.

Dann kommt da dieser eine Song von einer Band aus Norwegen. Er heißt Fog of War und hat ein wunderbares und beängstigend gutes Musikvideo. Beim SPOT Festival im nächsten Jahr verpasse ich sie leider. Das Album verschwimmt in meinem Kopf. Aber den Song vergesse ich nicht.

The Girl Who Fell Beneath Fairyland and Led The Revels There

In Bücher zum Lesen by LeleLeave a Comment

september-follows-the-boat

Manche Bücher sind magisch. Sie umgarnen, schmücken, flüstern und stubsen bis zum Ende. Gleich auf den ersten zwei Seiten dieses wundervollen Buches war klar worauf man sich einlässt:

„Now, secrets are delicate things. They can fill you up with sweetness and leave you like a cat who has found a particularly fat sparrow to eat and did not get clawed or bitten even once while she was about it. But they can also get stuck inside you, and very slowly boil up your bones for their bitter soup. Then the secret has you, not the other way around. So we may be very glad that September had the better of her secret,a nd carried it with her like a pair of rich gloves which, when she was cold, she could take out and slip on to remember the warmth of days gone by.
Septembers secret was this: She had been to Fairyland.“

Dieses Buch ist voll von eben diesen kleinen Schnipseln, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder ernsthaft zum nachdenken anregen. Manchmal passiert auch beides. September kehrt also nach Fairyland zurück und rettet es erneut. Es geht um Schatten, Regeln, Herzen die erwachen, einen ersten Kuss und so viel mehr. Das Buch ist genau so voller Herz und Wunder wie sein Vorgänger „The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making“.
Ein Buch zum Vorlesen, wenn es eines gibt.

Hier noch zwei weitere Zitate, die es mir besonders angetan haben:

„A wave of music boomed out, so sweet and dark and strange it caught September’s breath and tied it in a bow.“

„A book is a door you know. Always and forever. A book is a door into another place and another heart and another world.“

Das nächste auf der Liste heißt „Caliban’s War“ und geht in eine komplett andere Richtung.